Partner & Unterstützer

A Festival of New Music

© Sébastien Thibault

Ein Band der Solidarität

Zahlreiche führende internationale Kulturinstitutionen unterstützen A Festival of New Music auf verschiedenen Wegen und haben sich dem Anliegen des Pierre Boulez Saals angeschlossen, auf die fundamentale Rolle von Kunst und Kultur für unsere Gesellschaft während dieser Krise aufmerksam zu machen.

Wir sind stolz und dankbar dafür, dass sie gemeinsam mit uns ein Band der Solidarität in der internationalen Musikgemeinschaft bilden.

Viele von ihnen haben uns hoffnungsvolle Botschaften geschickt und Stiftungen und Initiativen vorgeschlagen, die aktiv Musikerinnen und Musikern helfen und die wir hier gerne mit Ihnen teilen wollen. 

#KeepCultureAlive!



Konzertsäle und Festivals sind verstummt.

Zahllose Künstlerinnen und Künstler leiden unter verheerenden Verdienstausfällen – davon sind insbesondere freischaffende Musikerinnen und Musiker betroffen.

Es ist dem Ojai Festival eine große Ehre, Partner des Festival of New Music zu sein, das Daniel Barenboim und Emmanuel Pahud am Pierre Boulez Saal Berlin kuratiert haben. Der Pierre Boulez Saal, entworfen von Frank Gehry, der auch dem Ojai Festival eng verbunden ist, hat sich zu einem lebendigen Zentrum des europäischen Musiklebens entwickelt. Sein Namensgeber war zwischen 1967 und 2003 insgesamt sieben Mal musikalischer Leiter des Ojai Festival.

Wir laden Sie alle herzlich ein, bei diesem digitalen musikalischen Abenteuer dabei zu sein, das so vieles mit dem Ojai Festival verbindet. Diese gemeinsame internationale Initiative verfolgt hat aber noch ein größeres Anliegen: Der Pierre Boulez Saal möchte damit auf die schwerwiegenden Folgen aufmerksam machen, die die Corona-Pandemie weltweit für Musikerinnen und Musiker hat. Konzertsäle und Festivals sind verstummt. Zahllose Künstlerinnen und Künstler leiden unter verheerenden Verdienstausfällen – davon sind insbesondere freischaffende Musikerinnen und Musiker betroffen. Das Ojai Festival möchte Sie ermuntern, zwei wunderbare Ensembles für Neue Musik zu unterstützen, deren maßgeblicher Einfluss buchstäblich von Küste zu Küste der USA reicht: das Wild Up ensemble in Los Angeles (https://www.wildup.org), und das International Contemporary Ensemble (ICE) in New York (https://www.iceorg.org). Beide Ensembles bieten vielen der innovativsten und besten Musikerinnen und Musikern des Landes regelmäßige Arbeit. Jetzt, da über Monate hinweg alle Konzerte abgesagt wurden, brauchen sie mehr denn je unsere Unterstützung.

Ara Guzelimian
Künstlerischer und geschäftsführender Direktor
Ojai Festival

Unterstützte Organisationen: Wild Up Ensemble, International Contemporary Ensemble NY


An der Grenze

des Fruchtlandes

Wann immer Pierre Boulez, Mitgründer und früherer Leiter der Lucerne Festival Academy, nach Luzern kam, besuchte er die Sammlung Rosengart, die zahlreiche Werke von Paul Klee beherbergt. Eines seiner Lieblingsbilder war das Gemälde Monument an der Grenze des Fruchtlandes. Seit 1950er Jahren bezog sich Boulez immer wieder darauf. Für ihn war es ein Symbol für künstlerisches Denken; es stand für das Bewusstsein um die Gefahren, sich in kargem Gebiet zu verlieren, statt mit Kreativität und Mut ins fruchtbare Land vorzudringen.

Während der aktuellen Corona-Pandemie machen wir ganz unterschiedliche Grenzerfahrungen. Neben den gesundheitlichen Risiken sehen sich viele Musikerinnen und Musiker auch in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht. Wir müssen dafür sorgen, dass ihre Musik nicht verkümmert.

Das Festival of New Music, das Daniel Barenboim und Emmanuel Pahud am Pierre Boulez Saal kuratiert haben, ist ein starkes Signal für die zeitgenössische Musik – eine Pflanze, die gepflegt werden muss, besonders in dieser Zeit. Chapeau!

Michael Haefliger
Geschäftsführender und künstlerischer Direktor
Lucerne Festival

Unterstützte Organisation: Deutsche Orchester-Stiftung


„In der Kunst geht es ums Suchen und manchmal ums Finden;

darum, Schmerz und Leid Ausdruck zu verleihen und manchmal zu lindern; die Stille zu entdecken und ihr zuzuhören; sie ist etwas von Dauer, aber nichts Unmittelbares; sie ist wertvoll, aber nicht unbezahlbar; sie wurzelt in der Vergangenheit, aber weist in die Zukunft; sie ist für alle da, aber nicht jeder darf sie benutzen; sie ist universal, aber darf für ihre Exklusivität kritisiert werden; sie ist vielfältig, nicht einheitlich; sie widersteht Kategorisierungen und schafft Verbindungen über sie hinweg. Kunst ist all das, was der Rest des Lebens nicht ist.“

Diese Worte von Sir John Tulsa haben sich mir fest eingebrannt, seit ich sie vor ungefähr 15 Jahren zum ersten Mal las. Sie geben mir die innere Stärke und das brennende Verlangen, auch in Zukunft gemeinsame musikalische Erfahrungen zu ermöglichen. Zwar sind unsere Möglichkeiten, zusammen unter einem Dach Musik zu erleben, zur Zeit eingeschränkt. Aber wir halten unsere Verbindungen zueinander mithilfe von Technologie und allen möglichen anderen Mitteln aufrecht, und ich bin sicher, dass unser Bedürfnis, zusammenzukommen und großartige Musik und Kunst zu teilen, umso stärker sein wird, wenn das Ende des Lock-Downs gekommen ist. Mithilfe innovativer Initiativen wie der des Pierre Boulez Saals und vieler anderer tragen wir das Feuer weiter.


Leila Getz, C.M., O.B.C., D.F.A
Gründerin & Künstlerische Leiterin
Vancouver Recital Society


Unterstützte Organisation: Vancouver Academy of Music

Als große internationale Kulturinstitution

fühlen wir uns verpflichtet, unsere Stimme gemeinsam mit gleichgesinnten Institutionen zu erheben, um deutlich zu machen, dass freischaffende Künstlerinnen und Künstler ohne Einkommen nicht überleben können.

Weltweit kämpfen freischaffende Künstlerinnen und Künstler mit den Konsequenzen der Corona-Pandemie. Ohne Aufführungen und Konzerte – und damit ohne Einkommen – trifft sie viele von ihnen besonders hart. Das Bergen International Festival möchte dazu beitragen, ein öffentliches Bewusstsein für diese Herausforderung zu schaffen und zur Unterstützung von Stiftungen aufrufen, die freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern in dieser außergewöhnlichen Situation helfen können. Gemeinsam mit wichtigen internationalen Partnern wollen wir Aufmerksamkeit für diese Probleme erzeugen und unseren Teil dazu beitragen, sie zu lösen.

Nach ein paar Monaten der Pandemie dämmert uns allen langsam, dass diese Krise möglicherweise noch Jahre andauern wird. Darum dürfen wir uns nicht nur um das bloße Überleben der Kultur sorgen, sondern müssen uns auch fragen, wie sie in Zukunft wieder aufblühen kann. Es ist zu erwarten, dass die neue Realität, in der wir leben, dauerhaft bleiben wird – auch wenn die Krise offiziell vorbei ist. Denn die Krise hat uns als Menschheit, in globaler Sicht, derart getroffen und alarmiert, dass sich mit Sicherheit die sozialen Verhaltensweisen einer ganzen Generation ändern. Als große internationale Kulturinstitution fühlen wir uns verpflichtet, unsere Stimme gemeinsam mit gleichgesinnten Institutionen zu erheben, um deutlich zu machen, dass freischaffende Künstlerinnen und Künstler ohne Einkommen nicht überleben können – und darunter werden schließlich auch das Publikum, die Kultur und die Kunst selbst leiden.

Anders Beyer
CEO und Künstlerischer Direktor
Bergen International Festival


Unterstützte Organisation: Fond for utøvende kunstnere

Die Welt braucht in der aktuellen Situation Signale der Zuversicht,

die unseren Glauben daran bestärken, dass unsere Kulturlandschaft überleben und weiterhin lebendig bleiben wird.

Während seiner reichen Laufbahn hat Daniel Barenboim immer wieder mit Nachdruck auf die Herausforderungen hingewiesen, denen sich nicht nur die Musik, sondern Gesellschaft im Allgemeinen gegenüber sieht. Diese neue Initiative, die er gemeinsam mit Emmanuel Pahud ins Leben gerufen hat, um ein Zeichen für künstlerische Schöpfung zu setzen, ist in meinen Augen genau der richtige Impuls zum jetzigen Zeitpunkt.

Pierre Boulez war ein beispielhafter Musiker, der sich unablässig für die zeitgenössische Musik und mit ihr für den Fortschritt der Kultur und Gesellschaft insgesamt stark machte. Sein Einsatz für die Komponistinnen und Komponisten seiner Zeit suchte seinesgleichen. 

Die engen Freunde Pierre Boulez und Daniel Barenboim verband vieles eng mit den musikalischen Aktivitäten der Gulbenkian Foundation. Sie haben uns zu vielen Projekten inspiriert, die dem Publikum neue Zugänge zum Verständnis der unglaublich reichen Kultur unserer Gegenwart eröffnen. Die Aufmerksamkeit, die das Festival of New Music und der Pierre Boulez Saal jetzt zeitgenössischen Komponistinnen und Komponisten sowie Musikerinnen und Musikern widmen, ist ein wertvoller Beitrag zum Erhalt unseres kulturellen Lebens.

Risto Nieminen
Gulbenkian Foundation, Lissabon

Die Widerstandsfähigkeit und Kreativität

von Musikerinnen und Musikern, Kolleginnen und Kollegen während der zurückliegenden Monate hat uns beeindruckt und inspiriert.

Wir haben uns vielen von ihnen auf der ganzen Welt eng verbunden gefühlt und viele mutmachende Initiativen und Statements erlebt.

Gleichzeitig sind wir uns der langfristigen Folgen bewusst, die die Coronavirus-Pandemie für die Kultur insgesamt und für freischaffende Musikerinnen und Musiker weltweit haben wird. Die String Quartet Biennale Amsterdam möchte ihr Mitgefühl für all jene zum Ausdruck bringen, die gerade durch schwere Zeiten gehen. Wir wollen unsere Freundinnen und Freunde zu Spenden an Stiftungen zu ermuntern, die sich aktiv für freischaffende Musikerinnen und Musiker einsetzen.

Gerade in diesen Zeiten müssen wir vor allem dafür sorgen, Musik und das Musikmachen am Leben zu erhalten; wir dürfen uns nicht nur über ihr gegenwärtiges Verstummen beklagen. Deshalb schließen wir uns der Botschaft von A Festival of New Music an, um unsere Dankbarkeit und Solidarität mit allen Künslterinnen und Künstlern und kreativen Köpfen zu zeigen und die Entstehung neuer Kunst zu unterstützen, die unter diesen herausfordernden Umständen gedeihen kann.

Das Team der String Quartet Biennale Amsterdam 

In Zeiten der Krise –

wir erleben gerade eine in ungekanntem Ausmaß – besitzt Musik die einzigartige Kraft, nicht nur die aktuellen Herausforderungen zu reflektieren, sondern auch, unseren Blick wieder auf eine bessere Zukunft für die Menschheit zu richten, indem sie uns in geteilter Freude am Entdecken und Einverständnis zusammenbringt.

Die Carnegie Hall schließt sich gerne den vielen kulturellen Institutionen auf der ganzen Welt an, die Daniel Barenboim und Emmanuel Pahud in ihrem einzigartigen Projekt am Pierre Boulez Saal unterstützen, bei dem Künstlerinnen und Künstler sich mit diesem entscheidenden historischen Moment auseinandersetzen. Inspiriert von einem der visionärsten, entdeckungslustigsten und außergewöhnlichsten Künstler, mit dem wir alle je zusammenarbeiten durften – Pierre Boulez –, ist diese Initiative ein starkes Zeichen für die fundamentale Rolle, die Kunst dabei spielen kann, uns miteinander zu verbinden und neue Ideen und Perspektiven kennenzulernen.

Clive Gillinson
Geschäftsführender und künstlerischer Direktor
Carnegie Hall

Musik bringt uns zusammen,

klingt in uns und spricht zu uns, vor allem anderen, als Menschen.

Musik lässt uns uns selbst erkennen. In dieser nie dagewesenen und ungeheuer schwierigen Zeit, die wir erleben, ist sie eine mächtige gemeinsame Stimme, die uns hilft, andere anzuerkennen, toleranter und weiser zu handeln. Musik zeigt, dass Frieden in dieser Welt möglich ist. Trotz aller sehr realen und ernsten Bedrohungen, denen unser musikalisches Ökosystem gerade ausgesetzt ist, macht es mir Mut zu sehen, wie eng verbunden die Welt in Wahrheit ist. Das Festival de Lanaudière ist stolzer Partner von Daniel Barenboim, Emmanuel Pahud und dem Pierre Boulez Saal bei diesem außergewöhnlichen Projekt. Es steht für so vieles, das wir gerade schmerzlich vermissen, und vermutlich noch für eine Weile vermissen werden: Schönheit, die Freude am Zusammensein, am Teilen, Entdecken, Spielen, Menschsein. In Zeiten wie diesen ist Schweigen keine Option. Musik am Leben erhalten, Kultur am Leben erhalten – nie war unsere Verantwortung dafür größer.

Renaud Loranger
Künstlerischer Leiter
Festival de Lanaudière

Künstler brauchen den Auftritt,

Künstler brauchen das Publikum.

Und die Sehnsucht, Musik gemeinsam zu erleben, ist übergroß geworden. Deshalb freue ich mich sehr über die Initiative des Pierre Boulez Saals, in der aktuellen Krise neue künstlerische Impulse zu setzen und Künstlerinnen und Künstler in dieser schwierigen Situation zu unterstützen. Daniel Barenboim und Emmanuel Pahud leisten mit dem Festival of New Music einen wichtigen Beitrag, um auf die Bedeutung von Musik und Kultur aufmerksam zu machen. Ein Ziel, das auch uns dabei angetrieben hat, die Salzburger Festspiele in diesem Jahr in modifizierter Form und unter den allerhöchsten Sicherheitsvorkehrungen stattfinden zu lassen. Wir brauchen Live-Erlebnisse, für das Publikum vor Ort und digital, in den Festspielhäusern in Salzburg und weltweit. Und für die Zuschauer zu Hause, die ihren Sommer auch dieses Jahr mit Musik verbringen möchten – im August dann auch mit mindestens einer Übertragung der Salzburger Festspiele pro Tag. 

Markus Hinterhäuser
Intendant
Salzburger Festspiele

Künstlerinnen und Künstler geben unsere Seele Nahrung,

sie bereichern unser Leben, nehmen uns mit aus dem Alltag ins Reich der Schönheit und zum Kern unseres Menschseins. Kunst und Musik machen uns als Spezies aus. Wir als Menschen prägen die Werte unserer Gesellschaft, und als Gesellschaft schaffen wir die Welt, in der wir leben. In welcher Welt wollen wir in Zukunft leben?

Ulrike Klein AO
Gründerin und Direktorin
UKARIA Cultural Centre, Adelaide

Im August 2015 eröffnete das von Ulrike Klein AO gegründete UKARIA Cultural Centre in den Adelaide Hills nahe Mount Barker im Süden von Australien. Speziell auf Kammermusik ausgerichtet, präsentiert UKARIA eine jährliche Konzertreihe mit nationalen und internationalen Musikerinnen und Musikern in einzigartiger australischer Umgebung. Hier können Künstlerinnen und Künstler gemeinsam mit ihren Kollegen Projekte und lang gehegte Träume realisieren, die andernorts nicht umsetzbar wären.

In Solidarität mit dem von Daniel Barenboim und Emmanuel Pahud initiierten Festival of New Music im Pierre Boulez Saal Berlin hat UKARIA an den Freelance Artist Relief Australia gespendet, eine Initiative, die im März von der australischen Sopranistin Nicole Car ins Leben gerufen wurde, um Sängerinnen und Sänger zu unterstützen, die von der Corona-Krise betroffen sind.

Unterstützte Organisation: Freelance Artist Relief Australia

Zeiten der Krise können eine Chance sein, uns mehr Raum und Zeit zur Reflexion zu nehmen

und ohne Tabus unsere Geschichte und die Werte zu hinterfragen, die wir verteidigen – die der Aufklärung, die Künstler und die Künste als wichtigen Teil der Gesellschaft sah.

Die Initiative von Daniel Barenboim und Emmanuel Pahud erinnert uns daran, dass eine Welt ohne Künstlerinnen und Künstler ihre raison d’être verlieren würde, ihre Lebendigkeit und die Fähigkeit, sich zu erneuern. Unsere Vergangenheit hat uns gelehrt, dass eine Gesellschaft ohne lebendige Kunst und Kultur schnell in Nostalgie verfallen und sich in sich selbst zurückziehen kann. Deshalb bedeutet „Musikdenken heute“, wie Pierre Boulez es formuliert hätte, über Strukturen nachzudenken, die Welten miteinander verbinden können, die uns weit voneinander entfernt scheinen. Es bedeutet, aktuelle künstlerische Produktion in Beziehung zur Vergangenheit, zur Wissenschaft und Forschung zu bringen; es bedeutet, einige der Grenzen zwischen verschiedenen künstlerischen Disziplinen neu zu verhandeln; und es bedeutet auch, unseren eigenen Wahn nach immer Neuem zu hinterfragen, der auch zu einem Übermaß an Oberflächlichem und einem Mangel an Tiefgründigkeit führen kann. Deshalb lassen sich diese Probleme auch nicht von einer grundlegenden Zukunftsfrage trennen: Wie können wir künstlerische und intellektuelle Konvergenzen formen, die jener Solidarität den Boden bereiten können, die eine harmonischere Welt dringend nötig hat? Das internationale Festival of New Music des Pierre Boulez Saals zeigt uns einen 

Weg nach vorne und führt uns vor Augen, wie wir neue Identitäten formen können, die Individualität nicht verleugnen und keinem kulturellen Standpunkt den Vorrang geben, sondern wirklichen Dialog als Gespräch einer Vielzahl von Stimmen ermöglichen – etwas, das Edward W. Said, langjähriger Freund Daniel Barenboims, wohl „kontrapunktischen Humanismus“ genannt hätte.

Laurent Bayle
Generalintendant
Cité de la musique – Philharmonie de Paris

Unterstützte Organisation: National Center for Music


Die eingeschränkten Möglichkeiten auf der Bühne

dürfen nicht einfach nur zu reduzierten Sparprogrammen führen, sondern müssen Katalysator für neue, starke Ideen sein.

Die Corona-Pandemie stellt alle Musikschaffenden vor enorme Herausforderungen. Nicht nur sind den meisten freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern von heute auf morgen ihre Einnahmen weggebrochen. Auch jetzt, nachdem der Konzertbetrieb langsam wieder anlaufen kann, zeigt sich, dass wir alle maximal kreativ sein müssen, um unserem Publikum trotz aller Einschränkungen eindrückliche und kraftvolle Konzerterlebnisse zu bieten. So dürfen die eingeschränkten Möglichkeiten auf der Bühne nicht einfach nur zu reduzierten Sparprogrammen führen, sondern müssen Katalysator für neue, starke Ideen sein. Das Festival of New Music im Pierre Boulez Saal in Berlin ist solch eine großartige Initiative – die zudem die Neue Musik in den Fokus rückt, die bei uns in der Elbphilharmonie gerade auch in Corona-Zeiten eine wichtige Rolle spielt.

Christoph Lieben-Seutter
Generalintendant
Elbphilharmonie Hamburg & Laeiszhalle Hamburg



Bis wir wieder auf die Podien unserer Konzertsäle zurückkehren können,

müssen wir die Künstlerinnen und Künstler unterstützen, die Musik für unser Publikum schaffen.

Das Australian Chamber Orchestra ist stolzer Partner von Maestro Daniel Barenboim, unserem Freund Emmanuel Pahud und des Pierre Boulez Saals bei diesem Fest der Neuen Musik. Ich kann mich an keinen Zeitpunkt während meines Lebens erinnern, zu dem Musik und die Künste sich einer größeren Bedrohung ausgesetzt sahen als der Covid-19-Pandemie. Die Kreativität, Anpassungs- und Innovationsfähigkeit vieler Künstlerinnen und Künstler während dieser Zeit macht Hoffnung – doch Musik ohne Publikum fehlt etwas. Die geteilte Resonanz in der Live-Aufführung bleibt der unerschütterliche Kern jener wundersamen Wandlungen, die unser Geist dabei erlebt. Das begeisterte und gebannte Publikum lebt momentan nur noch in einer blassen Erinnerung – noch viele Generationen werden die Folgen davon spüren.

Bis wir wieder auf die Podien unserer Konzertsäle zurückkehren können, müssen wir die Künstlerinnen und Künstler unterstützen, die Musik für unser Publikum schaffen; wir müssen uns darum bemühen, das Bedürfnis nach Live-Musik aufrecht zu erhalten – wenn es verschwindet, verschwinden wir alle. 

Im Geist der Solidarität und Zusammenarbeit möchten wir Sie ermutigen, an Gondwana Choirs zu spenden. Das Australian Chamber Orchestra arbeitet regelmäßig mit der Organisation Gondwana zusammen, die eine Vielzahl an Musikvermittlungs- und -erziehungsprogrammen für junge Menschen anbietet – u.a. den berühmten Gondwana Indigenous Children’s Choir. Sowohl mit seinen Entwicklungs- und Ausbildungsprogrammen als auch mit zahlreichen Kompositionsaufträgen hat Gondwana einen bedeutenden Beitrag zur australischen Musiklandschaft, insbesondere auf dem Gebiet der neuen Musik, geleistet.

Richard Tognetti
Künstlerischer Leiter
Australian Chamber Orchestra

Unterstützte Organisation: Gondwana Choirs


Wir sind überzeugt,

dass Musik uns helfen kann, mit Zuversicht nach vorne zu blicken.

Das Singapore Symphony Orchestra (SSO) unterstützt den Pierre Boulez Saal in seinem Anliegen, Kultur am Leben zu erhalten, mit großer Freude.

Kultur und Gemeinschaft gehören für das SSO untrennbar zusammen. Die Musik, die wir machen, gehört der Gesellschaft, in der wir leben. Das Orchester ist Teil dieser Gemeinschaft, und gemeinsam werden diese Krise durchstehen. Auch wenn unsere Konzerte abgesagt sind und das Fundraising schwieriger wird, unterstützen wir weiterhin Initiativen, die unsere Gesellschaft am Leben erhalten. Im Zuge der Partnerschaft mit dem Pierre Boulez Saal unterstützen wir den Invictus Fund des Singapore Community Chest und ermutigen Sie, dies auch zu tun. Mit Ihrer Spende helfen Sie sozialen Einrichtungen in Singapur, auch weiterhin wichtige Fürsorgearbeit für Einzelpersonen und Familien zu leisten, die von den ökonomischen Folgen der Pandemie betroffen sind.

Klassische Musik und die internationale Musikgemeinschaft gehören für das SSO untrennbar zusammen. Unsere Symphoniekonzerte in der Esplanade Concert Hall und die Kammerkonzerte in der Victoria Concert Hall mit internationalen Gastmusikerinnen und -musikern waren unser Fenster in die Welt. Ich freue mich, dass sich so viele Kulturinstitutionen auf der ganzen Welt der Botschaft #KeepCultureAlive, die hinter dem Festival des Pierre Boulez Saals steht, angeschlossen haben. Neue Musik ist ein starkes Symbol für Veränderung und Hoffnung. Auch wir hatten für unsere Saisoneröffnung eigentlich die Uraufführung eines neuen Werks geplant. Stattdessen haben wir ein digitales Saisoneröffnungskonzert veranstaltet – eine internationale Zusammenarbeit, bei der auch Berlin eine Rolle gespielt hat. Unser Orchester spielte das Largo aus dem Konzert für zwei Violinen von Johann Sebastian Bach mit unseren Musikerinnen Chloe Chua zuhause in Singapur und Karen Gomyo in Berlin. Digitale Formate machen Hoffnung, dass wir die Welt durch Musik näher zusammenbringen können.

Die Saison 2020/21 des SSO steht unter dem Motto Veränderung und Hoffnung. Wir sind überzeugt, dass Musik uns helfen kann, mit Zuversicht nach vorne zu blicken. Unsere Solidarität gilt Künstlerinnen und Künstlern weltweit und allen, die Veränderung mit Mut begegnen und voller Hoffnung Musik machen.

Chng Hak-Peng
CEO
Singapore Symphony Group

Unterstützte Organisation: Invictus Fund