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  • 00:12:34 Introductory Talk with Susan Zarrabi, Frederic Jost, and Thomas Hampson (in German)
  • 00:29:00 Recital with Katharina Konradi & Eric Schneider

THE SONGS: INTERACTIVE CONTENT

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Franz Schubert

Thekla (Eine Geisterstimme)

Thekla (Eine Geisterstimme)

Wo ich sei, und wo mich hingewendet,

Als mein flücht’ger Schatte dir entschwebt?

Hab’ ich nicht beschlossen und geendet,

Hab’ ich nicht geliebet und gelebt?

Willst du nach den Nachtigallen fragen,

Die mit seelenvoller Melodie

Dich entzückten in des Lenzes Tagen?

Nur so lang’ sie liebten, waren sie.

Ob ich den Verlorenen gefunden?

Glaube mir, ich bin mit ihm vereint,

Wo sich nicht mehr trennt, was sich verbunden,

Dort, wo keine Träne wird geweint.

Dorten wirst auch du uns wieder finden,

Wenn dein Lieben unserm Lieben gleicht;

Dort ist auch der Vater, frei von Sünden,

Den der blut’ge Mord nicht mehr erreicht.

Und er fühlt, dass ihn kein Wahn betrogen,

Als er aufwärts zu den Sternen sah;

Denn wie jeder wägt, wird ihm gewogen,

Wer es glaubt, dem ist das Heil’ge nah.

Wort gehalten wird in jenen Räumen

Jedem schönen gläubigen Gefühl;

Wage du, zu irren und zu träumen:

Hoher Sinn liegt oft im kind’schen Spiel.

Friedrich von Schiller

Thekla (A Phantom Voice)

You ask me where I am, where I turned to

When my fleeting shadow vanished.

Have I not finished, reached my end?

Have I not loved and lived?

Would you ask after the nightingales

Who, with soulful melodies,

Delighted you in the days of spring?

They lived only as long as they loved.

Did I find my lost beloved?

Believe me, I am united with him in the place

Where those who have formed a bond are never

Separated, where no tears are shed.

There you will also find us again,

When your love is as our love;

There too is our father, free from sin,

Whom bloody murder can no longer strike.

And he senses that he was not deluded

When he gazed up at the stars.

For as a man judges so he shall be judged;

Whoever believes this is close to holiness.

There, in space, every fine, deeply-felt belief

Will be consummated;

Dare to err and to dream:

Often a higher meaning lies behind childlike play.

Translation © Richard Wigmore

Alles um Liebe

Alles um Liebe

Was ist es, das die Seele füllt?

Ach, Liebe füllt sie, Liebe!

Sie füllt nicht Gold, noch Goldeswert,

Nicht was die schnöde Welt begehrt;

Sie füllt nur Liebe, Liebe!

Was ist es, das die Sehnsucht stillt?

Ach, Liebe stillt sie, Liebe!

Sie stillt nicht Titel, Stand noch Rang,

Und nicht des Ruhmes Schellenklang;

Sie stillt nur Liebe, Liebe!

Gern geb’ ich, was ich hab’ und bin,

Gern geb’ ich’s hin um Liebe.

Des Reichtums bunter Seifenschaum,

Der Wollust Rausch, des Ruhmes Traum,

Was frommt es ohne Liebe!

Ludwig Gotthard Theobul Kosegarten

All For Love

What is it that fills the soul?

Ah, it is love!

Not gold, nor the worth of gold,

Nor the desires of this base world.

Love alone fills the soul!

What is it that stills our longing?

Ah, it is love.

Not titles, status or rank,

Nor sounding fame.

Love alone stills our longing!

I would gladly give all that I have and that I am,

Gladly give it all for love:

The colorful foam of riches,

The intoxication of lust, the dream of glory;

For what good are they without love?

Translation © Richard Wigmore

An die Nachtigall

An die Nachtigall

Er liegt und schläft an meinem Herzen,

Mein guter Schutzgeist sang ihn ein;

Und ich kann fröhlich sein und scherzen,

Kann jeder Blum’ und jedes Blatts mich freun.

Nachtigall, ach! Nachtigall, ach!

Sing mir den Amor nicht wach!

Matthias Claudius

To the Nightingale

He lies sleeping upon my heart;

My tutelary spirit sang him to sleep.

And I can be merry and jest,

Delight in every flower and leaf.

Nightingale, ah, nightingale,

Do not awaken my love with your singing!

Translation © Richard Wigmore

An mein Klavier

An mein Klavier

Sanftes Klavier,

Welche Entzückungen schaffest du mir,

Sanftes Klavier!

Wenn sich die Schönen

Tändelnd verwöhnen,

Weih’ ich mich dir,

Liebes Klavier !

Bin ich allein,

Hauch’ ich dir meine Empfindungen ein,

Himmlisch und rein.

Unschuld im Spiele,

Tugendgefühle,

Sprechen aus dir,

Trautes Klavier!

Sing’ ich dazu,

Goldener Flügel, welch’ himmlische Ruh’

Lispelst mir du!

Tränen der Freude

Netzen die Saite!

Silberner Klang

Trägt den Gesang.

Sanftes Klavier!

Welche Entzückungen schaffest du mir,

Goldnes Klavier!

Wenn mich im Leben

Sorgen umschweben,

Töne du mir,

Trautes Klavier!

Christian Friedrich Daniel Schubart

To My Piano

Gentle piano,

What delights you bring me,

Gentle piano!

While the spoilt beauties

Dally,

I devote myself to you,

Dear piano!

When I am alone

I whisper my feelings to you,

Pure and celestial.

As I play, innocence

And virtuous sentiments

Speak from you,

Beloved piano!

When I sing with you,

Golden keyboard, what heavenly peace

You whisper to me!

Tears of joy

Fall upon the strings.

Silvery tone

Supports the song.

Gentle piano,

What delights you awaken within me,

Golden piano!

When in this life

Cares beset me,

Sing to me,

Beloved piano!

Translation © Richard Wigmore

Das Zügenglöcklein 

Das Zügenglöcklein

Kling’ die Nacht durch, klinge,

Süßen Frieden bringe

Dem, für den du tönst!

Kling in weite Ferne,

So du Pilger gerne

Mit der Welt versöhnst.

Aber wer will wandern

Zu den Lieben andern,

Die voraus gewallt?

Zog er gern die Schelle

Bebt er an der Schwelle,

Wann „Herein“ erschallt.

Gilt’s dem bösen Sohne,

Der noch flucht dem Tone,

Weil er heilig ist?

Nein, es klingt so lauter

Wie ein Gottvertrauter

Seine Laufbahn schließt.

Aber ist’s ein Müder,

Den verwaist die Brüder,

Dem ein treues Tier

Einzig ließ den Glauben

An die Welt nicht rauben,

Ruf ihn, Gott, zu Dir!

Ist’s der Frohen einer,

Der die Freuden reiner

Lieb’ und Freundschaft teilt,

Gönn’ ihm noch die Wonnen

Unter dieser Sonnen,

Wo er gerne weilt!

Johann Gabriel Seidl

The Passing Bell

Ring, ring the night through,

Bring sweet peace

To him you toll for!

Ring out in the far distance;

Thus you reconcile pilgrims

With the world.

But who would wish to journey

To the loved ones

Who have gone before?

Though he gladly rang the bell,

He trembles on the threshold

When a voice cries “Enter.”

Is it meant for the wicked son

Who still curses its sound

Because it is sacred?

No, it rings more loudly

When a man who trusts in God

Concludes his life’s journey.

But if it is a weary man

Deserted by his kin,

Whose faith in the world

Has been saved

Only by a faithful beast,

Call him unto you, O God!

If it is one of the blessed,

Who partakes of the joys

Of love and friendship,

Then grant him yet bliss

Beneath this sun,

Where he gladly tarries!

Translation © Richard Wigmore

Im Haine

Im Haine

Sonnenstrahlen

Durch die Tannen,

Wie sie fallen

Ziehn von dannen

Alle Schmerzen,

Und im Herzen

Wohnet reiner Friede nur.

Stilles Sausen

Lauer Lüfte,

Und im Brausen

Zarte Düfte,

Die sich neigen

Aus den Zweigen,

Atmet aus die ganze Flur.

Wenn nur immer

Dunkle Bäume,

Sonnenschimmer,

Grüne Säume

Uns umblühten

Und umglühten,

Tilgend aller Qualen Spur!

Franz von Bruchmann

In the Wood

As rays of sunlight

Fall

Through the fir trees

All sorrow

Drifts away

And in our hearts

Dwells only peace.

Balmy breezes

Murmuring softly,

And the whispering

Delicate scents

That float down

From the branches

Caress every meadow.

If only

Dark trees,

Shimmering sunlight

And the edge of green woods

Were to flower

And glow about us forever,

Wiping away all traces of pain!

Translation © Richard Wigmore

Das Lied im Grünen

Das Lied im Grünen

Ins Grüne, ins Grüne, da lockt uns der Frühling,

Der liebliche Knabe,

Und führt uns am blumenumwundenen Stabe,

Hinaus, wo die Lerchen und Amseln so wach,

In Wälder, auf Felder, auf Hügel, zum Bach,

Ins Grüne, ins Grüne.

Im Grünen, im Grünen, da ruht man so wohl,

Empfindet so Schönes,

Und denket behaglich an Dieses und Jenes,

Und zaubert von hinnen, ach! was uns bedrückt,

Und alles herbei, was den Busen entzückt,

Im Grünen, im Grünen.

Im Grünen, im Grünen, da wurde manch Plänchen

Auf Flügeln getragen,

Die Zukunft der grämlichen Aussicht entschlagen.

Da stärkt sich das Auge, da labt sich der Blick,

Leicht tändelt die Sehnsucht dahin und zurück,

Im Grünen, im Grünen.

Im Grünen, im Grünen am Morgen, am Abend

In traulicher Stille

Da wurde manch Liedchen und manche Idylle

Gedichtet, gespielt, mit Vergnügen und Schmerz.

Denn leicht ist die Lockung, empfänglich das Herz

Im Grünen, im Grünen.

Ins Grüne, ins Grüne lasst heiter uns folgen

Dem freundlichen Knaben!

Grünt einst uns das Leben nicht förder,

So haben wir klüglich die grünende Zeit nicht versäumt,

Und wann es gegolten, doch glücklich geträumt,

Im Grünen, im Grünen.

Friedrich Reil

Song in the Country

To the green countryside! Spring,

That sweet youth, invites us there,

And leads us with his flower-entwined staff

To where larks and blackbirds stir,

To woods and fields, over hills to the brook,

To the green countryside!

In the green countryside, we find such peace,

And sense such beauty;

We contentedly dwell on this and that,

Conjure away our troubles,

And conjure up our hearts’ delight,

In the green countryside!

In the green countryside many a little plan

Takes wing,

And the future sheds its gloomy aspect;

The eye is strengthened and the gaze refreshed,

Our longings play gently to and fro,

In the green countryside!

In the green countryside, morning and evening,

In the intimate stillness,

Many a song and many an idyll burgeons,

There many a song and many an idyll has been

Written and sung, with fun and with sorrow,

In the green countryside!

Into the green countryside let us merrily follow

The friendly youth.

And when, one day, life no longer blossoms for us,

Then we shall have been wise enough not to miss the verdant years, and

Shall have dreamed happily when the time was right,

In the green countryside!

Translation © Richard Wigmore

Die Nonne 

Die Nonne

Es liebt’ in Welschland irgendwo

Ein schöner junger Ritter

Ein Mädchen, das der Welt entfloh,

Trotz Klostertor und Gitter;

Sprach viel von seiner Liebespein,

Und schwur, auf seinen Knieen,

Sie aus dem Kerker zu befreien,

Und stets für sie zu glühen.

„Bei diesem Muttergottesbild,

Bei diesem Jesuskinde,

Das ihre Mutterarme füllt,

Schwör’ ich’s dir, o Belinde!

Dir ist mein ganzes Herz geweiht,

So lang ich Odem habe;

Bei meiner Seelen Seligkeit!

Dich lieb’ ich bis zum Grabe.“

Was glaubt ein armes Mädchen nicht,

Zumal in einer Zelle?

Ach! sie vergaß der Nonnenpflicht,

Des Himmels und der Hölle.

Die, von den Engeln angeschaut,

Sich ihrem Jesu weihte,

Die reine schöne Gottesbraut,

Ward eines Frevlers Beute.

Drauf wurde, wie die Männer sind,

Sein Herz von Stund’ an lauer,

Er überließ das arme Kind

Auf ewig ihrer Trauer.

Vergaß der alten Zärtlichkeit,

Und aller seiner Eide,

Und floh, im bunten Galakleid,

Nach neuer Augenweide.

Begann mit andern Weibern Reihn,

Im kerzenhellen Saale,

Gab andern Weibern Schmeichelein,

Beim lauten Traubenmahle,

Und rühmte sich des Minneglücks

Bei seiner schönen Nonne,

Und jedes Kusses, jedes Blicks,

Und jeder andern Wonne.

Die Nonne, voll von welscher Wut,

Entglüht’ in ihrem Mute,

Und sann auf nichts als Dolch und Blut,

Und träumte nur von Blute.

Sie dingte plötzlich eine Schar

Von wilden Meuchelmördern,

Den Mann, der treulos worden war,

Ins Totenreich zu fördern.

Die bohren manches Mörderschwert

In seine schwarze Seele.

Sein schwarzer, falscher Geist entfährt,

Wie Schwefeldampf der Höhle.

Er wimmert durch die Luft, wo sein

Ein Krallenteufel harret.

Drauf ward sein blutendes Gebein

In eine Gruft verscharret.

Die Nonne flog, wie Nacht begann,

Zur kleinen Dorfkapelle,

Und riss den wunden Rittersmann

Aus seiner Ruhestelle.

Riss ihm das Bubenherz heraus,

Und warf’s, den Zorn zu büßen,

Dass dumpf erscholl das Gotteshaus,

Und trat es mit dem Füßen.

Ihr Geist soll, wie die Sagen gehn,

In dieser Kirche weilen,

Und, bis im Dorf die Hähne krähn,

Bald wimmern, und bald heulen.

Sobald der Hammer zwölfe schlägt,

Rauscht sie, an Grabsteinwänden,

Aus einer Gruft empor, und trägt

Ein blutend Herz in Händen.

Die tiefen, hohlen Augen sprühn

Ein düsterrotes Feuer,

Und glühn, wie Schwefelflammen glühn,

Durch ihren weißen Schleier.

Sie gafft auf das zerrissne Herz,

Mit wilder Rachgebärde,

Und hebt es dreimal himmelwärts,

Und wirft es auf die Erde;

Und rollt die Augen voller Wut,

Die eine Hölle blicken,

Und schüttelt aus der Schleier Blut,

Und stampft das Herz in Stücken.

Ein bleicher Totenflimmer macht

Indes die Fenster helle.

Der Wächter, der das Dorf bewacht,

Sah’s oft in der Kapelle.

Ludwig Hölty

The Nun

Once upon a time, somewhere in Italy,

A fair young knight loved

A maiden who shunned this world,

Loved her despite convent gate and iron bars;

He spoke much of his anguish in love

And vowed, upon his knees,

To free her from her prison,

And to love her ardently for ever.

“By this image of the Virgin,

By this child Jesus

That fills her maternal arms,

I swear to you, Belinda:

My whole heart is consecrated to you

As long as I draw breath;

By my soul’s salvation

I will love you unto the grave.”

What will a poor maiden not believe,

Especially in a convent cell?

Alas, she forgot her duty as a nun,

Forgot heaven and hell.

She who, watched by the angels,

Had dedicated herself to Jesus,

The fair, spotless bride of God,

Fell prey to a sinner.

From this moment, as is the way of men,

His heart grew more tepid;

He abandoned the poor child

For ever to her sorrow.

Forgetting his former tenderness

And all his vows,

He went off, in resplendent ceremonial dress,

To feast his eyes on new delights.

He danced with other women

In the candlelit ballroom,

Complimented other women

At the noisy, drunken banquet,

And boasted to his fair nun

Of his luck in love,

Boasted of every kiss, every glance,

And every other delight.

The nun, filled with Italian fury,

Blazed within her heart,

And thought of nothing but dagger and blood,

And dreamed only of blood.

Then, with sudden resolve, she hired a band

Of wild assassins,

To dispatch to the realm of the dead

The man who had turned faithless.

They plunged many a murderous sword

Into his black soul.

His black treacherous spirit escaped,

Like a sulphurous mist from hell.

It moaned through the air

To a devil’s awaiting claws.

Then his bleeding corpse

Was buried in a vault.

As night fell the nun fled

To the little village chapel,

And seized the dead knight

From his resting place.

She tore out his wicked heart,

And, to vent her fury, hurled it, so that

The house of God resounded with a muffled thud,

And trampled it under foot.

As legend has it, her spirit

Lingers in this church,

Now whimpering, now wailing

Until the cocks crow in the village.

As soon as the hammer strikes twelve

She rises up from a vault,

Past tombstones, bearing

In her hands a bleeding heart.

Her sunken, hollow eyes flash

With sombre red fire,

Glowing like sulphurous flames

Through her white veil.

She stares at the mutilated heart

With a gesture of wild revenge,

Raises it three times towards heaven,

And hurls it to the ground.

Filled with rage, she rolls her eyes

In which hell blazes,

Shakes blood from her veil

And tramples the heart into pieces.

Meanwhile a pallid, deathly gleam

Lights the windows.

The watchman who guards the village

Has often seen her in the chapel.

Translation © Richard Wigmore

Der Geistertanz

Der Geistertanz

Die bretterne Kammer

Der Toten erbebt,

Wenn zwölfmal den Hammer

Die Mitternacht hebt.

Rasch tanzen um Gräber

Und morsches Gebein

Wir luftigen Schweber

Den sausenden Reih’n.

Was winseln die Hunde

Beim schlafenden Herrn?

Sie wittern die Runde

Der Geister von fern.

Die Raben entflattern

Der wüsten Abtei,

Und flieh’n an den Gattern

Des Kirchhofs vorbei.

Wir gaukeln und scherzen

Hinab und empor

Gleich irrenden Kerzen

Im dunstigen Moor.

O Herz, dessen Zauber

Zur Marter uns ward,

Du ruhst nun in tauber

Verdumpfung erstarrt;

Tief bargst du im düstern

Gemach unser Weh;

Wir Glücklichen flüstern

Dir fröhlich: Ade!

Friedrich von Matthisson

The Ghost Dance

The boarded chamber

Of the dead trembles

When midnight twelve times

Raises the hammer.

Quickly we airy spirits

Strike up a whirling dance

Around graves

And rotting bones.

Why do the dogs whine

As their masters sleep?

They scent from afar

The spirits’ dance.

Ravens flutter up

From the ruined abbey,

And fly past

The graveyard gates.

Jesting, we flit

Up and down,

Like will-o’-the-wisps

Over the misty moor.

O heart, whose spell

Was our torment,

You rest now,

Frozen in a numb stupor.

You have buried our grief

Deep in the gloomy chamber;

Happy we, who whisper you

A cheerful farewell!

Translation © Richard Wigmore

Die junge Nonne

Die junge Nonne

Wie braust durch die Wipfel der heulende Sturm!

Es klirren die Balken, es zittert das Haus!

Es rollet der Donner, es leuchtet der Blitz,

Und finster die Nacht, wie das Grab!

Immerhin so tobt’ es auch jüngst noch in mir!

Es brauste das Leben, wie jetzo der Sturm,

Es bebten die Glieder, wie jetzo das Haus,

Es flammte die Liebe, wie jetzo der Blitz,

Und finster die Brust, wie das Grab.

Nun tobe, du wilder, gewalt’ger Sturm,

Im Herzen ist Friede, im Herzen ist Ruh,

Des Bräutigams harret die liebende Braut,

Gereinigt in prüfender Glut,

Der ewigen Liebe getraut.

Ich harre, mein Heiland, mit sehnendem Blick!

Komm, himmlischer Bräutigam, hole die Braut,

Erlöse die Seele von irdischer Haft.

Horch, friedlich ertönet das Glöcklein vom Turm!

Es lockt mich das süße Getön

Allmächtig zu ewigen Höh’n. Alleluia!

Jakob Nikolaus Craigher de Jachelutta

The Young Nun

How the raging storm roars through the treetops!

The rafters rattle, the house shudders!

The thunder rolls, the lightning flashes,

And the night is as dark as the grave.

So be it, not long ago a storm still raged in me.

My life roared like the storm now,

My limbs trembled like the house now,

Love flashed like the lightning now,

And my heart was as dark as the grave.

Now rage, wild, mighty storm;

In my heart is peace, in my heart is calm.

The loving bride awaits the bridegroom,

Purified in the testing flames,

Betrothed to eternal love.

I wait, my savior, with longing gaze!

Come, heavenly bridegroom, take your bride.

Free the soul from earthly bonds.

Listen, the bell sounds peacefully from the tower!

Its sweet pealing invites me

All-powerfully to eternal heights. Alleluia!

Translation © Richard Wigmore

Lied der Mignon I 

Lied der Mignon I

Nur wer die Sehnsucht kennt

Weiß, was ich leide!

Allein und abgetrennt

Von aller Freude,

Seh’ ich an’s Firmament

Nach jener Seite.

Ach! der mich liebt und kennt

Ist in der Weite.

Es schwindelt mir, es brennt

Mein Eingeweide.

Nur wer die Sehnsucht kennt

Weiß, was ich leide!

Johann Wolfgang von Goethe

Mignon’s Song I

Only he who knows longing

Knows what I suffer.

Alone, cut off

From all joy,

I gaze at the firmament

In that direction.

Ah, he who loves and knows me

Is far away.

I feel giddy;

My vitals are aflame.

Only he who knows longing

Knows what I suffer.

Translation © Richard Wigmore

Lied der Mignon II

Lied der Mignon II

Heiß mich nicht reden, heiß mich schweigen,

Denn mein Geheimnis ist mir Pflicht;

Ich möchte dir mein ganzes Innre zeigen,

Allein das Schicksal will es nicht.

Zur rechten Zeit vertreibt der Sonne Lauf

Die finstre Nacht, und sie muss sich erhellen;

Der harte Fels schließt seinen Busen auf,

Missgönnt der Erde nicht die tiefverborgnen Quellen.

Ein jeder sucht im Arm des Freundes Ruh,

Dort kann die Brust in Klagen sich ergießen;

Allein ein Schwur drückt mir die Lippen zu,

Und nur ein Gott vermag sie aufzuschließen.

Johann Wolfgang von Goethe

Mignon’s Song II

Do not bid me speak; bid me be silent,

For my duty is to keep my secret;

I long to reveal my whole soul to you,

But fate does not permit it.

At the appointed time the sun in its course

Drives away the dark night, and day must break;

The hard rock opens its bosom

And ungrudgingly bestows on the earth its deep-hidden springs.

Every man seeks peace in the arms of a friend;

There the heart can pour out its sorrows.

But an oath seals my lips,

And only a god can open them.

Translation © Richard Wigmore

Lied der Mignon III

Lied der Mignon III

So lasst mich scheinen, bis ich werde,

Zieht mir das weiße Kleid nicht aus!

Ich eile von der schönen Erde

Hinab in jenes dunkle Haus.

Dort ruh’ ich eine kleine Stille,

Dann öffnet sich der frische Blick;

Ich lasse dann die reine Hülle,

Den Gürtel und den Kranz zurück.

Und jene himmlischen Gestalten

Sie fragen nicht nach Mann und Weib,

Und keine Kleider, keine Falten

Umgeben den verklärten Leib.

Zwar lebt’ ich ohne Sorg’ und Mühe,

Doch fühlt’ ich tiefen Schmerz genug.

Vor Kummer altert’ ich zu frühe;

Macht mich auf ewig wieder jung!

Johann Wolfgang von Goethe

Mignon’s Song III

Thus let me seem till thus I become.

Do not take off my white dress!

I shall swiftly leave the fair earth

For that dark dwelling place below.

There, for a brief silence, I shall rest;

Then my eyes shall open afresh.

Then I shall leave behind this pure raiment,

This girdle and this rosary.

And those heavenly beings

Do not ask who is man or woman,

And no garments, no folds

Enclose the transfigured body.

True, I lived free from care and toil,

Yet I knew much deep suffering.

Too soon I grew old with grief;

Make me young again for ever!

Translation © Richard Wigmore

Verklärung

Verklärung

Lebensfunke, vom Himmel entglüht,

Der sich loszuwinden müht!

Zitternd-kühn, vor Sehnen leidend,

Gern und doch mit Schmerzen scheidend –

End’, o end’ den Kampf, Natur!

Sanft ins Leben

Aufwärts schweben,

Sanft hinschwinden lass mich nur.

Horch! mir lispeln Geister zu:

„Schwester-Seele, komm zur Ruh!“

Ziehet was mich sanft von innen?

Was ist’s, was mir meine Sinnen,

Mir den Hauch zu rauben droht?

Seele, sprich, ist das der Tod?

Die Welt entweicht! sie ist nicht mehr!

Engel-Einklang um mich her!

Ich schweb’ im Morgenrot!

Leiht, o leiht mir eure Schwingen,

Ihr Bruder-Geister, helft mir singen:

„O Grab, wo ist dein Sieg?
Wo ist dein Pfeil, o Tod ?“

Deutsch von Johann Gottfried Herder (1744–1803)

Transfiguration

Vital spark of heav’nly flame!

Quit, oh quit this mortal frame:

Trembling, hoping, ling’ring, flying,

Oh the pain, the bliss of dying!

Cease, fond Nature, cease thy strife,

And let me languish into life.

Hark! they whisper; angels say,

“Sister Spirit, come away.”

What is this absorbs me quite?

Steals my senses, shuts my sight,

Drowns my spirits, draws my breath,

Tell me, my Soul, can this be Death?

The world recedes; it disappears!

Heav’n opens on my eyes! my ears

With sounds seraphic ring:

Lend, lend your wings! I mount! I fly!

O Grave! where is thy Victory?

O Death! where is thy Sting?

Alexander Pope (1688–1744)

Dass sie hier gewesen

Dass sie hier gewesen

Dass der Ostwind Düfte

Hauchet in die Lüfte,

Dadurch tut er kund,

Dass du hier gewesen.

Dass hier Tränen rinnen,

Dadurch wirst du innen,

Wär’s dir sonst nicht kund,

Dass ich hier gewesen.

Schönheit oder Liebe,

Ob versteckt sie bliebe?

Düfte tun es und Tränen kund,

Dass sie hier gewesen.

Friedrich Rückert

That She Has Been Here

The east wind

Breathes fragrance into the air,

And so doing it makes known

That you have been here!

Since tears flow here

You will know,

Though you are otherwise unaware,

That I have been here!

Beauty or love:

Can they remain concealed?

Fragrant scents and tears proclaim

That she has been here!

Translation © Richard Wigmore

Des Mädchens Klage 

Des Mädchens Klage

Der Eichwald braust, die Wolken ziehn,

Das Mägdlein sitzt an Ufers Grün,

Es bricht sich die Welle mit Macht, mit Macht,

Und sie seufzt hinaus in die finstere Nacht,

Das Auge vom Weinen getrübet.

„Das Herz ist gestorben, die Welt ist leer,

Und weiter gibt sie dem Wunsche nichts mehr,

Du Heilige, rufe dein Kind zurück,

Ich habe genossen das irdische Glück,

Ich habe gelebt und geliebet!“

Friedrich von Schiller

The Maiden’s Lament

The oak-wood roars, the clouds scud by,

The maiden sits on the verdant shore;

The waves break with mighty force,

And she sighs into the dark night,

Her eyes dimmed with weeping.

“My heart is dead, the world is empty

And no longer yields to my desire.

Holy one, call back your child.

I have enjoyed earthly happiness;

I have lived and loved!”

Translation © Richard Wigmore

Leiden der Trennung

Leiden der Trennung

Vom Meere trennt sich die Welle,

Und seufzet durch Blumen im Tal,

Und fühlet, gewiegt in der Quelle,

Gebannt in dem Brunnen, nur Qual!

Es sehnt sich die Welle

In lispelnder Quelle,

Im murmelnden Bache,

Im Brunnengemache

Zum Meer, von dem sie kam,

Von dem sie Leben nahm,

Von dem, des Irrens matt und müde,

Sie süße Ruh’ verhofft und Friede.

Heinrich von Collin 

nach Pietro Metastasio 

The Sorrow of Separation

The wave is separated from the sea

And sighs amid the flowers in the valley;

Cradled in the spring,

Captive in the well, it feels nothing but torment.

In the whispering spring,

In the murmuring brook,

In the well-chamber,

The wave longs

For the sea from which it came,

From which it drew life,

From which, faint and weary with wandering,

It hopes for peace and sweet repose.

Translation © Richard Wigmore

An mein Herz

An mein Herz

O Herz, sei endlich stille!

Was schlägst du so unruhvoll?

Es ist ja des Himmels Wille,

Dass ich sie lassen soll.

Und gab auch dein junges Leben

Dir nichts als Wahn und Pein;

Hat’s ihr nur Freude gegeben,

So mag’s verloren sein!

Und wenn sie auch nie dein Lieben

Und nie dein’ Liebe verstand,

So bist du doch treu geblieben,

Und Gott hat’s droben erkannt.

Wir wollen es mutig ertragen,

So lang nur die Träne noch rinnt,

Und träumen von schöneren Tagen,

Die lange vorüber sind.

Und siehst du die Blüten erscheinen,

Und singen die Vögel umher,

So magst du wohl heimlich weinen,

Doch klagen sollst du nicht mehr.

Geh’n doch die ewigen Sterne

Dort oben mit goldenem Licht

Und lächeln so freundlich von ferne,

Und denken doch unser nicht.

Ernst Schulze

To My Heart

O heart, be silent at last!

Why do you beat so restlessly?

For it is heaven’s will

That I should leave her.

Even though your youthful life

Gave you nothing but delusion and pain,

As long as it gave her joy

Then no matter if it was lost to you.

And though she never understood

Your loving or your love

You nevertheless remained faithful,

And God above saw it.

Let us bravely endure

As long as tears still flow,

And dream of fairer days

Long since past.

When you see the blossoms appearing,

When the birds sing all around,

Then you may weep in secret,

But you should complain no more.

For the eternal stars above

Move with a golden light,

Smiling kindly from afar

And yet with no thought for us.

Translation © Richard Wigmore

Thekla (Eine Geisterstimme)

Thekla (Eine Geisterstimme)

Wo ich sei, und wo mich hingewendet,

Als mein flücht’ger Schatte dir entschwebt?

Hab’ ich nicht beschlossen und geendet,

Hab’ ich nicht geliebet und gelebt?

Willst du nach den Nachtigallen fragen,

Die mit seelenvoller Melodie

Dich entzückten in des Lenzes Tagen?

Nur so lang’ sie liebten, waren sie.

Ob ich den Verlorenen gefunden?

Glaube mir, ich bin mit ihm vereint,

Wo sich nicht mehr trennt, was sich verbunden,

Dort, wo keine Träne wird geweint.

Dorten wirst auch du uns wieder finden,

Wenn dein Lieben unserm Lieben gleicht;

Dort ist auch der Vater, frei von Sünden,

Den der blut’ge Mord nicht mehr erreicht.

Und er fühlt, dass ihn kein Wahn betrogen,

Als er aufwärts zu den Sternen sah;

Denn wie jeder wägt, wird ihm gewogen,

Wer es glaubt, dem ist das Heil’ge nah.

Wort gehalten wird in jenen Räumen

Jedem schönen gläubigen Gefühl;

Wage du, zu irren und zu träumen:

Hoher Sinn liegt oft im kind’schen Spiel.

Friedrich von Schiller

Thekla (A Phantom Voice)

You ask me where I am, where I turned to

When my fleeting shadow vanished.

Have I not finished, reached my end?

Have I not loved and lived?

Would you ask after the nightingales

Who, with soulful melodies,

Delighted you in the days of spring?

They lived only as long as they loved.

Did I find my lost beloved?

Believe me, I am united with him in the place

Where those who have formed a bond are never

Separated, where no tears are shed.

There you will also find us again,

When your love is as our love;

There too is our father, free from sin,

Whom bloody murder can no longer strike.

And he senses that he was not deluded

When he gazed up at the stars.

For as a man judges so he shall be judged;

Whoever believes this is close to holiness.

There, in space, every fine, deeply-felt belief

Will be consummated;

Dare to err and to dream:

Often a higher meaning lies behind childlike play.

Translation © Richard Wigmore

Lied des Florio 

Lied des Florio

Nun, da Schatten niedergleiten,

Und die Lüfte zärtlich wehen,

Dringet Seufzen aus der Seele,

Und umgirrt die treuen Saiten.

Klaget, dass ihr mit mir sterbet

Bittern Tod, wenn die nicht heilet,

Die den Becher mir gereichet,

Voller Gift, dass ich und ihr verderbet.

Erst mit Tönen, sanft wie Flöten,

Goss sie Schmerz in meine Adern;

Sehen wollte sie der Kranke,

Und nun wird ihr Reiz ihn töten.

Nacht, komm her, mich zu umwinden

Mit dem farbenlosen Dunkel!

Ruhe will ich bei dir suchen,

Die mir Not tut bald zu finden.

Christian Wilhelm von Schütz

Florio’s Song

Now that the shadows glide down,

And the breezes blow gently,

Call forth sighs from the soul

And caress the faithful strings.

Lament that you die with me

A bitter death, unless she cures me—

She who handed me the poisoned cup,

To destroy you and me.

First with sounds as soft as flutes

She poured pain into my veins;

The invalid desired to see her,

But now her charms will kill him.

Come, O night, and envelop me

In your colorless darkness!

With you I will seek the rest

Which I need to find quickly.

Translation © Richard Wigmore

Lied der Delphine

Lied der Delphine

Ach, was soll ich beginnen

Vor Liebe?

Ach, wie sie innig durchdringet

Mein Innres!

Siehe, Jüngling, das Kleinste

Vom Scheitel

Bis zur Sohl’ ist dir einzig

Geweihet.

O Blumen! Blumen! verwelket,

Euch pfleget

Nur, bis sie Lieb’ erkennet,

Die Seele.

Nichts will ich tun, wissen und haben,

Gedanken

Der Liebe, die mächtig mich fassen,

Nur tragen.

Immer sinn’ ich, was ich aus Inbrust

Wohl könnte tun,

Doch zu sehr hält mich Liebe im Druck,

Nichts lässt sie zu.

Jetzt, da ich liebe, möcht’ ich erst brennen,

Und sterbe.

Jetzt, da ich liebe, möcht’ ich hell brennen,

Und welke.

Wozu auch Blumen reihen und wässern?

Entblättert!

So sieht, wie Liebe mich entkräftet,

Sein Spähen.

Der Rose Wange will bleichen,

Auch meine.

Ihr Schmuck zerfällt, wie verscheinen

Die Kleider.

Ach Jüngling, da du mich erfreuest

Mit Treue,

Wie kann mich mit Schmerz so bestreuen

Die Freude?

Christian Wilhelm von Schütz

Delphine’s Song

Ah, how shall I begin,

For love?

Ah, how profoundly it penetrates

My inmost being!

See, young man, the smallest part of me,

From my head

To the soles of my feet,

Is dedicated to you alone.

O flowers, fade!

The soul

Tends you

Only until it knows love.

I wish to do nothing, know nothing, have nothing;

All I wish is to cherish

Thoughts of love,

Which has held me in its power.

I forever reflect on what else I might do

In my ardor,

But love holds me too tightly in its grasp,

It permits me nothing.

Now that I am in love I desire first to burn,

Then to die.

Now that I am in love I desire to burn brightly,

Then to wither.

What is the good of planting rows of flowers and

Watering them? They are stripped of their leaves!

Thus he sees

How love weakens me.

The rose’s cheek will fade,

And so, too, will mine.

Her lustre is ruined, as clothes

Grow threadbare.

Ah, young man, if you bring me joy

With your devotion,

How can that joy fill me

With such pain?

Translation © Richard Wigmore

Artists

Katharina Konradi

Soprano

Eric Schneider

Piano

Program

Franz Schubert

Thekla (Eine Geisterstimme) I D 73

Franz Schubert

Alles um Liebe D 241

Franz Schubert

An die Nachtigall D 497 "Er liegt und schläft"

Franz Schubert

An mein Klavier D 342

Franz Schubert

Das Zügenglöcklein D 871

Franz Schubert

Im Haine D 738

Franz Schubert

Das Lied im Grünen D 917

Franz Schubert

Die Nonne D 208

Franz Schubert

Der Geistertanz D 116

Franz Schubert

Die junge Nonne D 828

Franz Schubert

Lied der Mignon D 877/4 "Nur wer die Sehnsucht kennt"

Franz Schubert

Lied der Mignon D 877/2 "Heiß mich nicht reden"

Franz Schubert

Lied der Mignon D 877/3 "So lasst mich scheinen"

Franz Schubert

Verklärung D 59

Franz Schubert

Dass sie hier gewesen D 775

Franz Schubert

Des Mädchens Klage D 389

Franz Schubert

Leiden der Trennung D 509

Franz Schubert

An mein Herz D 860

Franz Schubert

Thekla (Eine Geisterstimme) II D 595

Franz Schubert

Lied des Florio D 857/2

Franz Schubert

Lied der Delphine D 857/1

Approximate running time: 1h 15m without intermission

Concluding the Schubert Week, Katharina Konradi made her Pierre Boulez Saal debut. The rising soprano—who was heard at the Bayreuth Festival in 2019 and joined the ensemble of the Hamburg State Opera in the 2018–19 season—performed Schubert’s Mignon Songs from Goethe’s Wilhelm Meister, among other works, accompanied by her piano partner Eric Schneider.

For the third consecutive year, Thomas Hampson invited renowned lied singers and the most promising talents of the younger generation, together with their piano partners, to dedicate an entire week to the world of the Schubert lied—even in these challenging times.

This concert was streamed live on Sunday, January 24, at 8 pm and will remain available for free on-demand viewing through April 30, 2021.

Current Events

WEST-EASTERN DIVAN ORCHESTRA

DANIEL BARENBOIM, MICHAEL BARENBOIM & KIAN SOLTANI