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  • 00:17:45 Introductory Talk with Daniel Gerzenberg (in German)
  • 00:34:24 Susan Zarrabi  about her program (in German)
  • 00:36:03 Recital with Susan Zarrabi & Gerold Huber
  • 01:07:17 Jussi Juola about his program (in German)
  • 01:09:11 Recital with Jussi Juola & Gerold Huber
  • 01:48:30 Q&A with Susan Zarrabi, Jussi Juola and Gerold Huber (in German) 

THE SONGS: INTERACTIVE CONTENT

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Franz Schubert

Bei dir allein

Bei dir allein

Bei dir allein

Empfind’ ich, dass ich lebe,

Dass Jugendmut mich schwellt,

Dass eine heit’re Welt

Der Liebe mich durchbebe;

Mich freut mein Sein

Bei dir allein!

Bei dir allein

Weht mir die Luft so labend,

Dünkt mich die Flur so grün,

So mild des Lenzes Blüh’n

So balsamreich der Abend,

So kühl der Hain,

Bei dir allein!

Bei dir allein

Verliert der Schmerz sein Herbes,

Gewinnt die Freud’ an Lust!

Du sicherst meine Brust

Des angestammten Erbes;

Ich fühl’ mich mein

Bei dir allein!

Johann Gabriel Seidl

With You Alone

With you alone

I feel that I am alive,

That I am fired by youthful vigor,

That a bright world

Of love thrills through me;

I rejoice in my being

With you alone!

With you alone

The breeze blows so refreshingly,

The fields seem so green,

The flowering spring so gentle,

The evening so balmy,

The grove so cool,

With you alone!

With you alone

Pain loses its bitterness,

Joy gains in sweetness!

You assure my heart

Of its natural heritage;

I feel I am myself

With you alone!

Translation © Richard Wigmore

Die Liebende schreibt

Die Liebende schreibt

Ein Blick von deinen Augen in die meinen,

Ein Kuss von deinem Mund auf meinem Munde,

Wer davon hat, wie ich, gewisse Kunde,

Mag dem was anders wohl erfreulich scheinen?

Entfernt von dir, entfremdet von den Meinen,

Führ’ ich stets die Gedanken in die Runde,

Und immer treffen sie auf jene Stunde,

Die einzige; da fang’ ich an zu weinen.

Die Träne trocknet wieder unversehens:

Er liebt mich, denk’ ich, hier in diese Stille,

Und solltest du nicht in die Ferne reichen?

Vernimm das Lispeln dieses Liebewehens;

Mein einzig Glück auf Erden ist dein Wille,

Dein freundlicher zu mir; gib mir ein Zeichen!

Johann Wolfgang von Goethe

The Lover Writes

One glance from your eyes into mine;

One kiss from your lips upon mine;

Can he who has certain knowledge of these, as I do,

Take pleasure in anything else?

Far from you, estranged from my loved ones,

I let my thoughts rove constantly,

And always they fix upon that one

And only hour; then I begin to weep.

Suddenly my tears are dried:

He loves me, I reflect, here in this stillness;

O, should you not reach out to me in the far distance?

Hear these whispered words of love;

Your goodwill towards me is my sole happiness

On earth, give me a sign!

Translation © Richard Wigmore

Schweizerlied

Schweizerlied

Uf’m Bergli

Bin i g’sässe,

Ha de Vögle

Zu g’schaut;

Hänt g’sunge,

Hänt g’sprunge,

Hänt’s Nästli

G’baut.

Im a Garte

Bin i g’stande,

Ha de Imbli

Zu g’schaut;

Hänt g’brummet,

Hänt g’summet,

Hänt Zelli

G’baut.

Uf d’Wiese

Bin i gange,

Lugt’ i Summer

Vögle a;

Hänt g’soge,

Hänt g’floge,

Gar zu schön hänt’s

G’tan.

Und da kummt au

Der Hansel,

Und da zeig i

Em froh,

Wie’s sie’s mache,

Und mer lachet,

Und machet’s

Au so.

Johann Wolfgang von Goethe

Swiss Song

I sat

On the mountainside

Watching

The birds;

They sang,

They hopped,

They built

Their nests.

I stood

In a garden,

Watching

The bees;

They hummed,

They buzzed,

They built

Their cells.

I walked

In the meadow,

Looking at

The butterflies;

They sucked,

They flew,

And they did it

Very prettily.

Then Hansel

Comes along

And I show him

Gaily

How they do it;

And we laugh,

And do

As they do.

Translation © Richard Wigmore

Das gestörte Glück

Das gestörte Glück

Ich hab’ ein heißes junges Blut,

Wie ihr wohl alle wisst,

Ich bin dem Küssen gar zu gut,

Und hab’ noch nie geküsst;

Denn ist mir auch mein Liebchen hold,

’S war doch, als wenn’s nicht werden sollt:

Trotz aller Müh und aller List,

Hab ich doch niemals noch geküsst.

D’rauf saß ich einst vor ihrer Tür

In stiller Freud’ und Lust,

Sie gab ihr liebes Händchen mir,

Ich zog sie an die Brust;

Da sprang der Vater hinter’m Tor,

Wo er uns längst belauscht, hervor,

Und wie gewöhnlich war der Schluss,

Ich kam auch um den dritten Kuss.

Erst gestern traf ich sie am Haus,

Sie rief mich leis’ herein:

„Mein Fenster geht in Hof hinaus,

Heut’ abend wart’ ich dein.“

Da kam ich denn in Liebeswahn

Und legte meine Leiter an;

Doch unter mir brach sie entzwei,

Und mit dem Küssen war’s vorbei.

Und allemal geht mir’s nun so;

O! dass ich’s leiden muss!

Mein Lebtag werd’ ich nimmer froh,

Krieg’ ich nicht bald ’nen Kuss.

Das Glück sieht mich so finster an,

Was hab’ ich armer Wicht getan?

Drum, wer es hört, erbarme sich,

Und sei so gut und küsse mich.

Theodor Körner

Thwarted Bliss

I’m young and hot-blooded,

As you all know,

And very fond of kissing,

Yet I’ve never kissed;

For although my maiden cares for me

It seems as though it will not happen:

In spite of all my efforts, all my cunning,

I have never kissed her.

Next I sat outside here door

In silent, pleasurable anticipation.

She gave me her dear little hand,

I drew her to my breast;

Then her father jumped out from behind the door

Where he had long been eavesdropping on us,

And it ended as usual;

I was deprived of a third kiss.

Only yesterday I met her at her house,

She called me softly in.

“My window looks out over the courtyard,

I’ll expect you tonight.”

I duly came, crazed with love,

And set my ladder in place;

But it broke in two beneath me,

And that was the end of kissing.

Every time it’s the same;

How I suffer!

I shall never in my life be happy

If I don’t get a kiss soon.

Fate is so unkind to me.

What have I, poor wretch, done?

So whoever hears this, take pity on me;

Be kind and kiss me.

Translation © Richard Wigmore

Heimliches Lieben

Heimliches Lieben

O du, wenn deine Lippen mich berühren,

So will die Lust die Seele mir entführen;

Ich fühle tief ein namenloses Beben

Den Busen heben.

Mein Auge flammt, Glut schwebt auf meinen Wangen;

Es schlägt mein Herz ein unbekannt Verlangen;

Mein Geist, verirrt in trunkner Lippen Stammeln,

Kann kaum sich sammeln.

Mein Leben hängt in einer solchen Stunde

An deinem süßen, rosenweichen Munde,

Und will, bei deinem trauten Armumfassen,

Mich fast verlassen.

O! dass es doch nicht außer sich kann fliehen,

Die Seele ganz in deiner Seele glühen!

Dass doch die Lippen, die voll Sehnsucht brennen,

Sich müssen trennen!

Dass doch im Kuss’ mein Wesen nicht zerfließet,

Wenn es so fest an deinen Mund sich schließet,

Und an dein Herz, das niemals laut darf wagen,

Für mich zu schlagen!

Karoline Luise von Klenke

Secret Love

When your lips touch me,

Desire all but bears away my soul;

I feel a nameless trembling

Deep within my breast.

My eyes flame, a glow tinges my cheeks;

My heart beats with a strange longing;

My mind, lost in the stammering of my drunken lips,

Can scarcely compose itself.

At such a time my life hangs

On your sweet lips, soft as roses,

And, in your beloved embrace,

Life almost deserts me.

Oh that my life cannot escape from itself,

With my soul aflame in yours!

Oh that lips ardent with longing

Must part!

Oh that my being may not dissolve in kisses

When my lips are pressed so tightly to yours,

And to your heart, which may never dare

To beat aloud for me!

Translation © Richard Wigmore

Der Weiberfreund

Der Weiberfreund

Noch fand von Evens Töchterscharen

Ich keine, die mir nicht gefiel.

Von fünfzehn bis zu fünfzig Jahren

Ist jede meiner Wünsche Ziel.

Durch Farb’ und Form, durch Witz und Güte,

Durch alles fühl’ ich mich entzückt;

Ein Ebenbild der Aphrodite

Ist jede, die mein Aug’ erblickt.

Selbst die vermag mein Herz zu angeln,

Bei der man jeden Reiz vermisst:

Mag immerhin ihr alles mangeln,

Wenn’s nur ein weiblich Wesen ist!

Joseph Franz von Ratschky 

nach Abraham Cowley

The Ladies’ Man

Among the daughters of Eve

I have never yet found one that displeased me.

From fifteen years to fifty

Each one is the object of my desires.

Everything about them delights me—

Color and shape, wit and goodness;

Each one that my eyes behold

Is an image of Aphrodite.

Even she in whom all charms are deemed lacking

Has the power to win my heart:

It matters not that she lacks everything

As long as she is a female creature!

Translation © Richard Wigmore

Die Männer sind méchant

Die Männer sind méchant

Du sagtest mir es, Mutter:

Er ist ein Springinsfeld!

Ich würd’ es dir nicht glauben,

Bis ich mich krank gequält!

Ja, ja, nun ist er’s wirklich;

Ich hatt’ ihn nur verkannt!

Du sagtest mir’s, o Mutter:

„Die Männer sind méchant!“

Vor’m Dorf im Busch, als gestern

Die stille Dämm’rung sank,

Da rauscht’ es: „Guten Abend!“

Da rauscht’ es: „Schönen Dank!“

Ich schlich hinzu, ich horchte;

Ich stand wie festgebannt:

Er war’s mit einer Andern –

„Die Männer sind méchant!“

O Mutter, welche Qualen!

Es muss heraus, es muss!

Es blieb nicht bloß beim Rauschen,

Es blieb nicht bloß beim Gruß!

Vom Gruße kam’s zum Kusse,

Vom Kuss zum Druck der Hand,

Vom Druck, ach liebe Mutter!

„Die Männer sind méchant!“

Johann Gabriel Seidl

Men are Naughty

You told me, mother:

He’s a young rogue!

I would not believe you

Until I had tormented myself sick.

Yes, I now know he really is;

I had simply misjudged him.

You told me, mother:

“Men are naughty!”

Yesterday, as dusk fell silently,

In the copse outside the village,

I heard a whispered “Good evening!”

And then a whispered “Many thanks!”

I crept up and listened;

I stood as if transfixed:

It was he, with someone else—

“Men are naughty!”

O mother, what torture!

I must be out with it, I must!

It didn’t just stop at whispering,

It didn’t just stop at greetings!

It went from greetings to kisses,

From kisses to holding hands,

From holding hands, ah, dear mother,

“Men are naughty!”

Translation © Richard Wigmore

Die Betende

Die Betende

Laura betet! Engelharfen hallen

Frieden Gottes in ihr krankes Herz,

Und, wie Abels Opferdüfte, wallen

Ihre Seufzer himmelwärts.

Wie sie kniet, in Andacht hingegossen,

Schön, wie Raphael die Unschuld malt;

Vom Verklärungsglanze schon umflossen,

Der um Himmelswohner strahlt.

O sie fühlt, im leisen, linden Wehen,

Froh des Hocherhabnen Gegenwart,

Sieht im Geiste schon die Palmenhöhen,

Wo der Lichtkranz ihrer harrt!

So von Andacht, so von Gottvertrauen

Ihre engelreine Brust geschwellt,

Betend diese Heilige zu schauen,

Ist ein Blick in jene Welt.

Friedrich von Matthisson

The Maiden at Prayer

Laura is praying! Angels’ harps sound,

Filling her sick heart with God’s peace,

And, like the scents of Abel’s sacrifice,

Her sighs waft heavenwards.

Kneeling, lost in prayer, she is

As lovely as Innocence painted by Raphael;

Already bathed in that transfigured radiance

Which shines around those who dwell in heaven.

In the soft, gentle breeze she feels

With joy the presence of the Almighty;

Already she sees in her mind the palm-clad heights

Where the crown of light awaits her.

Her angelically pure breast swells

With devotion, with trust in God;

To behold this saintly maiden at prayer

Is to look into the world beyond.

Translation © Richard Wigmore

Szene aus Goethes Faust

Szene aus Goethes Faust

Böser Geist

Wie anders, Gretchen, war dir’s,

Als du noch voll Unschuld

Hier zum Altar trat’st,

Aus dem vergriffenen Büchelchen

Gebete lalltest,

Halb Kinderspiele,

Halb Gott im Herzen!

Gretchen! Wo steht dein Kopf?

In deinem Herzen, welche Missetat?

Bet’st du für deiner Mutter Seele,

Die durch dich zur langen,
Langen Pein hinüberschlief?

Auf deiner Schwelle wessen Blut?

– Und unter deinem Herzen
Regt sich’s nicht quillend schon,
Und ängstigt dich und sich
Mit ahnungsvoller Gegenwart?

Gretchen

Weh! Weh!

Wär’ ich der Gedanken los,

Die mir herüber und hinüber gehen

Wider mich!

Chor

Dies irae, dies illa,
Solvet saeclum in favilla.

Böser Geist

Grimm fasst dich!

Die Posaune tönt!

Die Gräber beben!

Und dein Herz, aus Aschenruh

Zu Flammenqualen wieder aufgeschaffen,

Bebt auf!

Gretchen

Wär’ ich hier weg!

Mir ist als ob die Orgel mir

Den Atem versetzte,

Gesang mein Herz

Im Tiefsten lös’te.

Chor

Judex ergo cum sedebit,
Quidquid latet apparebit:
Nil inultum remanebit.

Gretchen

Mir wird so eng!

Die Mauern-Pfeiler befangen mich!

Das Gewölbe drängt mich! – Luft!

Böser Geist

Verbirg dich! Sünd’ und Schande

Bleibt nicht verborgen.

Luft? Licht? Wehe dir!

Chor

Quid sum miser tunc dicturus?
Quem patronum rogaturus,
Cum vix justus sit secures?

Böser Geist

Ihr Antlitz wenden

Verklärte von dir ab.

Die Hände dir zu reichen,

Schauert’s den Reinen.

Weh!

Chor

Quid sum miser tunc dicturus?

Quem patronum rogaturus?

Johann Wolfgang von Goethe

Scene from Faust

Evil Spirit

How differently you felt, Gretchen,

When, still full of innocence,

You came to the altar here,

Mumbling prayers

From your shabby little book,

Half playing children’s games,

Half with God in your heart.

Gretchen! How is your head?

What sin lies within your heart?

Do you pray for the soul of your mother,

Who because of you

Overslept into a long, long agony?

And whose blood lies on your threshold?

And beneath your heart

Does not something already stir and swell,

Tormenting itself and you

With its foreboding presence?

Gretchen

Alas! Alas!

If only I could be free of the thoughts

Which run to and fro in my mind,

Against my will.

Chorus

The day of wrath, that day

Will dissolve the earth in ashes.

Evil Spirit

Anguish grips you!

The trumpet sounds,

The graves tremble!

And your heart, stirred up again

From ashen peace to blazing torment,

Trembles likewise!

Gretchen

If only I could escape from here!

I feel as if the organ

Were taking my breath away,

And the singing dissolving my heart

In its depths.

Chorus

When therefore the judge takes his seat,

Whatever is hidden will reveal itself;

Nothing will remain unavenged.

Gretchen

I am so afraid!

The pillars of the walls are constricting me!

The vault presses down on me!—Air!

Evil Spirit

Hide yourself! Shame and sin

Will not remain hidden.

Air? Light? Woe upon you!

Chorus

What will I say then, wretch that I am?

What advocate entreat to speak for me,

When even the righteous may hardly be secure?

Evil Spirit

The blessed turn their faces

From you.

The pure shudder

To reach out their hands to you.

Woe!

Chorus

What will I say then, wretch that I am,

What advocate entreat to speak for me?

Translation © Richard Wigmore

Lob der Tränen

Lob der Tränen

Laue Lüfte,

Blumendüfte,

Alle Lenz- und Jugendlust;

Frischer Lippen

Küsse nippen,

Sanft gewiegt an zarter Brust;

Dann der Trauben

Nektar rauben,

Reihentanz und Spiel und Scherz:

Was die Sinnen

Nur gewinnen:

Ach, erfüllt es je das Herz?

Wenn die feuchten

Augen leuchten

Von der Wehmut lindem Tau,

Dann entsiegelt,

Drin gespiegelt,

Sich dem Blick die Himmelsau.

Wie erquicklich

Augenblicklich

Löscht es jede wilde Glut!

Wie vom Regen

Blumen pflegen,

Hebet sich der matte Mut.

August Wilhelm von Schlegel

In Praise of Tears

Warm breezes,

Fragrant flowers,

All the pleasures of spring and youth;

Sipping kisses

From fresh lips,

Lulled gently on a tender breast;

Then stealing nectar

From the grapes,

Dancing, games and banter:

What the senses alone

Can obtain:

Ah, does it ever satisfy the heart?

When moist eyes

Glisten

With the gentle dew of sadness,

Then, reflected in them,

The fields of heaven

Are revealed to the gaze.

How refreshingly,

How swiftly

Every fierce passion is quelled;

As flowers are revived

By the rain,

So do our weary spirits revive.

Rastlose Liebe

Rastlose Liebe

Dem Schnee, dem Regen,

Dem Wind entgegen,

Im Dampf der Klüfte,

Durch Nebeldüfte,

Immer zu! Immer zu!

Ohne Rast und Ruh!

Lieber durch Leiden

Wollt’ ich mich schlagen,

Als so viel Freuden

Des Lebens ertragen.

Alle das Neigen

Von Herzen zu Herzen,

Ach, wie so eigen

Schaffet es Schmerzen!

Wie soll ich flieh’n?

Wälderwärts zieh’n?

Alles vergebens!

Krone des Lebens,

Glück ohne Ruh,

Liebe, bist du.

Johann Wolfgang von Goethe

Restless Love

Into the snow, the rain,

And the wind,

Through steamy ravines,

Through mists,

Onwards, ever onwards!

Without respite!

I would sooner fight my way

Through suffering

Than endure so much

Of life’s joy.

This affection

Of one heart for another,

Ah, how strangely

it creates pain!

How shall I flee?

Into the forest?

It is all in vain!

Crown of life,

Happiness without peace,

This, O love, is you!

Translation © Richard Wigmore

Alinde

Alinde

Die Sonne sinkt ins tiefe Meer,

Da wollte sie kommen.

Geruhig trabt der Schnitter einher,

Mir ist’s beklommen.

„Hast, Schnitter, mein Liebchen nicht gesehn?

Alinde, Alinde!“

„Zu Weib und Kindern muss ich gehn,

Kann nicht nach andern Dirnen sehn;

Sie warten mein unter der Linde.“

Der Mond betritt die Himmelsbahn,

Noch will sie nicht kommen.

Dort legt der Fischer das Fahrzeug an,

Mir ist’s beklommen.

„Hast, Fischer, mein Liebchen nicht gesehn?

Alinde, Alinde!“

„Muss suchen, wie mir die Reusen stehn,

Hab nimmer Zeit nach Jungfern zu gehn,

Schau, welch einen Fang ich finde.“

Die lichten Sterne ziehn herauf,

Noch will sie nicht kommen.

Dort eilt der Jäger in rüstigem Lauf,

Mir ist’s beklommen.

„Hast, Jäger, mein Liebchen nicht gesehn?

Alinde, Alinde!“

„Muss nach dem bräunlichen Rehbock gehn,

Hab nimmer Lust nach Mädeln zu sehn;

Dort schleicht er im Abendwinde.“

In schwarzer Nacht steht hier der Hain,

Noch will sie nicht kommen.

Von allen Lebendgen irr ich allein,

Bang und beklommen.

„Dir, Echo, darf ich mein Leid gestehn:

Alinde, Alinde!“

„Alinde,“ ließ Echo leise herüberwehn;

Da sah ich sie mir zur Seite stehn:

„Du suchtest so treu, nun finde!“

Johann Friedrich Rochlitz

Alinda

The sun sinks into the deep ocean,

She was due to come.

Calmly the reaper walks by.

My heart is heavy.

“Reaper, have you not seen my love?

Alinda! Alinda!”

“I must go to my wife and children,

I cannot look for other girls.

They are waiting for me beneath the linden tree.”

The moon entered its heavenly course,

She still does not come.

There a fisherman lands his boat.

My heart is heavy.

“Fisherman, have you not seen my love?

Alinda! Alinda!”

“I must see how my oyster baskets are,

I never have time to chase after girls;

Look what a catch I have!”

The bright stars appear,

She still does not come.

The huntsman rides swiftly along.

My heart is heavy.

“Huntsman, have you not seen my love?

Alinda! Alinda!”

“I must go after the brown roebuck,

I never care to look for girls;

There he goes in the evening breeze!”

The grove lies here in blackest night,

She still does not come.

I wander alone, away from all mankind,

Anxious and troubled.

“To you, Echo, I confess my sorrow:

Alinda! Alinda!”

“Alinda,” came the soft echo;

Then I saw her at my side.

“You searched so faithfully. Now you find me.”

Translation © Richard Wigmore

An die Laute

An die Laute

Leiser, leiser, kleine Laute,

Flüstre, was ich dir vertraute,

Dort zu jenem Fenster hin!

Wie die Wellen sanfter Lüfte

Mondenglanz und Blumendüfte,

Send es der Gebieterin!

Neidisch sind der Nachbars Söhne,

Und im Fenster jener Schöne

Flimmert noch ein einsam Licht.

Drum noch leiser, kleine Laute:

Dich vernehme die Vertraute,

Nachbarn aber, Nachbarn nicht!

Johann Friedrich Rochlitz

To the Lute

Play more softly, little lute,

Whisper what I secretly told you

To that window there!

Like the ripple of gentle breezes,

Like moonlight and the scent of flowers,

Convey your secret to my mistress.

The neighbor’s sons are envious,

And at the fair lady’s window

A solitary lamp flickers.

So play still more softly, little lute:

That my beloved may hear you,

But the neighbors—no, not the neighbors!

Translation © Richard Wigmore

Der Unglückliche

Der Unglückliche

Die Nacht bricht an, mit leisen Lüften sinket

Sie auf die müden Sterblichen herab;

Der sanfte Schlaf, des Todes Bruder, winket,

Und legt sie freundlich in ihr täglich Grab.

Jetzt wachet auf der lichtberaubten Erde

Vielleicht nur noch die Arglist und der Schmerz,

Und jetzt, da ich durch nichts gestöret werde,

Lass deine Wunden bluten, armes Herz.

Versenke dich in deines Kummers Tiefen,

Und wenn vielleicht in der zerrissnen Brust

Halb verjährte Leiden schliefen,

So wecke sie mit grausam süßer Lust.

Berechne die verlornen Seligkeiten,

Zähl’ alle, alle Blumen in dem Paradies,

Woraus in deiner Jugend goldnen Zeiten

Die harte Hand des Schicksals dich verstieß.

Du hast geliebt, du hast das Glück empfunden,

Dem jede Seligkeit der Erde weicht.

Du hast ein Herz, das dich verstand, gefunden,

Der kühnsten Hoffnung schönes Ziel erreicht.

Da stürzte dich ein grausam Machtwort nieder,

Aus deinen Himmeln nieder, und dein stilles Glück,

Dein allzuschönes Traumbild kehrte wieder

Zur besser’n Welt, aus der es kam, zurück.

Zerrissen sind nun alle süßen Bande,

Mir schlägt kein Herz mehr auf der weiten Welt.

Caroline Pichler

The Forlorn One

Night falls, descending with light breezes

Upon weary mortals;

Gentle sleep, death’s brother, beckons,

And lays them fondly in their daily graves.

Now only malice and pain

Perchance watch over the earth, robbed of light;

And now, since nothing may disturb me,

Let your wounds bleed, poor heart.

Plunge to the depths of your grief,

And if perchance half-forgotten sorrows

Have slept in your anguished heart,

Awaken them with cruelly sweet delight.

Consider your lost happiness,

Count all the flowers in paradise,

From which, in the golden days of your youth,

The harsh hand of fate banished you.

You have loved, you have experienced a happiness

Which eclipses all earthly bliss.

You have found a heart that understands you,

Your wildest hopes have attained their fair goal.

Then the cruel decree of authority dashed you down

From your heaven, and your tranquil happiness,

Your all-too-lovely dream vision, returned

To the better world from which it came.

Now all the sweet bonds are torn asunder;

No heart now beats for me in the whole world.

Translation © Richard Wigmore

Hoffnung

Hoffnung

Es reden und träumen die Menschen viel

Von bessern künftigen Tagen,

Nach einem glücklichen goldenen Ziel

Sieht man sie rennen und jagen;

Die Welt wird alt und wird wieder jung,

Doch der Mensch hofft immer Verbesserung.

Die Hoffnung führt ihn ins Leben ein,

Sie umflattert den fröhlichen Knaben,

Den Jüngling begeistert ihr Zauberschein,

Sie wird mit dem Greis nicht begraben;

Denn beschließt er im Grabe den müden Lauf,

Noch am Grabe pflanzt er – die Hoffnung auf.

Es ist kein leerer schmeichelnder Wahn,

Erzeugt im Gehirne des Toren,

Im Herzen kündet es laut sich an:

Zu was Besserm sind wir geboren!

Und was die innere Stimme spricht,

Das täuscht die hoffende Seele nicht.

Friedrich von Schiller

Hope

Men talk and dream

Of better days to come.

You see them running and chasing

After a happy, golden goal.

The world grows old, and young again,

But man forever hopes for better things.

Hope leads man into life.

It hovers around the happy boy;

Its magic radiance inspires the youth,

Nor is it buried with the old man.

For though he ends his weary life in the grave,

Yet on that grave he plants his hope.

It is no vain, flattering illusion,

Born in the mind of a fool.

Loudly it proclaims itself in men’s hearts:

We are born for better things.

And what the inner voice tells us

Does not deceive the hopeful soul.

Translation © Richard Wigmore

Der Jüngling am Bache

Der Jüngling am Bache

An der Quelle saß der Knabe,

Blumen wand er sich zum Kranz,

Und er sah sie fortgerissen,

Treiben in der Wellen Tanz.

„Und so fliehen meine Tage

Wie die Quelle rastlos hin!

Und so bleichet meine Jugend,

Wie die Kränze schnell verblühn!

„Fraget nicht, warum ich traure

In des Lebens Blütenzeit!

Alles freuet sich und hoffet,

Wenn der Frühling sich erneut.

Aber diese tausend Stimmen

Der erwachenden Natur

Wecken in dem tiefen Busen

Mir den schweren Kummer nur.

„Was soll mir die Freude frommen,

Die der schöne Lenz mir beut?

Eine nur ist’s, die ich suche,

Sie ist nah und ewig weit.

Sehnend breit’ ich meine Arme

Nach dem teuren Schattenbild,

Ach, ich kann es nicht erreichen,

Und das Herz bleibt ungestillt!

„Komm herab, du schöne Holde,

Und verlass dein stolzes Schloss!

Blumen, die der Lenz geboren,

Streu’ ich dir in deinen Schoß.

Horch, der Hain erschallt von Liedern,

Und die Quelle rieselt klar!

Raum ist in der kleinsten Hütte

Für ein glücklich liebend Paar.“

Friedrich von Schiller

The Youth at the Brook

By the stream sat a youth,

Weaving flowers into a wreath;

He saw them carried off

And swept along in the dancing waves.

“Thus my days speed by,

Relentlessly, like the stream!

And my youth grows pale,

As quickly as the wreaths wilt!

“Do not ask me why I mourn

In life’s fullest bloom!

All is filled with joy and hope

When spring returns.

But a thousand voices

Of burgeoning nature

Awaken deep in my heart

Only heavy grief.

“What good to me is the joy

Which the fair spring offers me?

There is only one I seek;

She is near and yet eternally distant.

Yearningly I stretch out my arms

Towards that beloved shadowy image;

Ah, I cannot reach it,

And my heart is unquiet.

“Come down, gracious beauty,

And leave your proud castle!

Flowers, which the spring has borne,

I shall strew on your lap.

Listen! The grove echoes with song

And the brook ripples limpidly.

There is room in the tiniest cottage

For a happy, loving couple.”

Translation © Richard Wigmore

Über Wildemann

Über Wildemann

Die Winde sausen am Tannenhang,

Die Quellen brausen das Tal entlang;

Ich wand’re in Eile durch Wald und Schnee,

Wohl manche Meile von Höh zu Höh.

Und will das Leben im freien Tal

Sich auch schon heben zum Sonnenstrahl;

Ich muss vorüber mit wildem Sinn

Und blicke lieber zum Winter hin.

Auf grünen Heiden, auf bunten Aun,

Müsst’ ich mein Leiden nur immer schaun,

Dass selbst am Steine das Leben sprießt,

Und ach, nur eine ihr Herz verschließt.

O Liebe, Liebe, o Maienhauch!

Du drängst die Triebe aus Baum und Strauch!

Die Vögel singen auf grünen Höhn,

Die Quellen springen bei deinem Wehn!

Mich lässt du schweifen im dunklen Wahn

Durch Windespfeifen auf rauher Bahn.

O Frühlingsschimmer, o Blütenschein,

Soll ich denn nimmer mich dein erfreun?

Ernst Schulze

Above Wildemann

The winds whistle over the pine-slopes,

The streams rush along the valley;

I hasten for many a mile

Through forest and snow, from peak to peak.

And though life in the open valley

Already rises to meet the sun’s rays,

I must pass on, troubled in spirit,

Preferring to look towards winter.

In green fields, in many-colored meadows

I would only contemplate my suffering ceaselessly,

Knowing that life burgeons from the very stones,

And, alas, that only one creature closes her heart.

O love, O love, O breath of May!

You force the shoots from tree and bush.

The birds sing on green treetops;

The springs gush forth when you stir.

You leave me to roam with my dark imaginings,

Along the rough path, in whistling winds.

O gleam of spring, O sheen of blossom,

Shall I never again delight in you?

Translation © Richard Wigmore

Todesmusik

Todesmusik

In des Todes Feierstunde,

Wenn ich einst von hinnen scheide,

Und den Kampf, den letzten leide,

Senke, heilige Kamöne,

Noch einmal die stillen Lieder,

Noch einmal die reinen Töne

Auf die tiefe Abschiedswunde

Meines Busens heilend nieder.

Hebe aus dem ird’schen Ringen

Die bedrängte reine Seele,

Trage sie auf deinen Schwingen:

Dass sie sich dem Licht vermähle.

O da werden mich die Klänge

Süß und wonnevoll umwehen,

Und die Ketten, die ich sprenge,

Werden still und leicht vergehen.

Alles Große werd’ ich sehen,

Das im Leben mich beglückte,

Alles Schöne, das mir blühte,

Wird verherrlicht vor mir stehen.

Jeden Stern, der mir erglühte,

Der mit freundlichem Gefunkel

Durch das grauenvolle Dunkel

Meines kurzen Weges blickte,

Jede Blume, die ihn schmückte,

Werden mir die Töne bringen.

Und die schrecklichen Minuten,

Wo ich schmerzlich könnte bluten,

Werden mich mit Lust umklingen,

Und Verklärung werd’ ich sehen,

Ausgegossen über allen Dingen.

So in Wonne werd’ ich untergehen,

Süß verschlungen von der Freude Fluten.

Franz von Schober

Death Music

In the solemn hour of death,

When one day I depart hence

And suffer my last battle,

Then, sacred muse, let your tranquil songs

And pure tones

Descend one more time

To heal the deep wound of parting

Within my heart.

Raise my pure, anguished soul

From this earthly struggle;

Bear it on your wings

To be united with the light.

Then harmonies will enfold me

In sweet bliss,

And the chains which I shall break

Will vanish, silently, lightly.

I shall behold all the greatness

That gave me joy in life;

All the beauty that flowered for me

Will be glorified before me.

Those tones will bring back to me

Every star that shone for me,

That with its friendly light

Looked down upon my brief journey

Through the fearful darkness,

And every flower that adorned my path.

And those terrifying minutes

When I might have bled in agony

Will envelop me with joyous sounds.

I shall behold

All things transfigured.

Thus I shall perish in bliss,

Sweetly engulfed by waves of joy.

Translation © Richard Wigmore

Die Erscheinung

Die Erscheinung

Ich lag auf grünen Matten,

An klarer Quellen Rand.

Mir kühlten Erlenschatten

Der Wangen heißen Brand.

Ich dachte dies und jenes,

Und träumte sanft betrübt,

Viel Gutes und viel Schönes,

Das diese Welt nicht gibt.

Und sieh, dem Hain entschwebte

Ein Mägdlein sonnenklar.

Ein weißer Schleier webte

Um ihr nussbraunes Haar.

Ihr Auge feucht und schimmernd

Umfloss ätherisch Blau.

Die Wimper nässte flimmernd

Der Wehmut Perlentau.

Ich auf sie zu umfassen!

Und ach, sie trat zurück.

Ich sah sie schnell erblassen,

Und trüber ward ihr Blick.

Sie sah mich an so innig,

Sie wies mit ihrer Hand,

Erhaben und tiefsinnig,

Gen Himmel und verschwand.

Fahr wohl, fahr wohl, Erscheinung!

Fahr wohl, dich kenn’ ich wohl!

Und deines Winkes Meinung

Versteh’ ich, wie ich soll …

Wohl für die Zeit geschieden,

Eint uns ein schön’res Band.

Hoch droben, nicht hier nieden

Hat Lieb’ ihr Vaterland!

Ludwig Gotthard Theobul Kosegarten

The Apparition

I lay in green meadows

By the edge of the clear spring;

The shade of alders

Cooled the fire of my cheeks.

I thought of this and that,

And dreamed with gentle sorrows

Of many a good and lovely thing

Which this world does not yield.

And lo, from the grove there arose

A maiden, as bright as the sun.

A white veil flowed

Around her nut-brown hair.

Her moist, shining eyes

Were flooded with heavenly blue,

And on her eyelashes glistened

Dewy pearls of sadness.

I stood up to embrace her,

And, alas, she receded;

I saw her quickly pale,

And her gaze grew more sorrowful.

She looked upon me so fervently,

And with her hand she gestured

Solemnly and pensively towards heaven,

And vanished.

Farewell, farewell, vision!

Farewell, I know you well,

And understand as I should

The meaning of your sign.

Though we are parted for a time,

A fairer bond unites us;

High above, not here below,

Love has its home!

Translation © Richard Wigmore

Am Bach im Frühling

Am Bach im Frühling

Du brachst sie nun, die kalte Rinde,

Und rieselst froh und frei dahin,

Die Lüfte wehen wieder linde,

Und Moos und Gras wird neu und grün.

Allein, mit traurigem Gemüte

Tret ich wie sonst zu deiner Flut.

Der Erde allgemeine Blüte

Kommt meinem Herzen nicht zu gut.

Hier treiben immer gleiche Winde,

Kein Hoffen kommt in meinen Sinn,

Als dass ich hier ein Blümchen finde,

Blau, wie sie der Erinnrung blühn.

Franz von Schober

By the Brook in the Spring

Now you have broken the frozen crust,

And ripple along, free and happy;

The breezes blow mild again,

Moss and grass are fresh and green.

Alone, with sorrowful spirit,

I approach your waters as before;

The flowering of the whole earth

Does not gladden my heart.

Here the same winds forever blow,

No hope cheers my spirit,

Save that I find a flower here,

Blue, as the flowers of remembrance.

Translation © Richard Wigmore

Meet The Young Singers

Listen to the podcasts

One Man’s Joy: Susan Zarrabi on Schubert’s Der Weiberfreund and Die Männer sind méchant

Jussi Juola on his program selection

Artists

Susan Zarrabi

Mezzo-Soprano

Jussi Juola

Bass-Baritone

Gerold Huber

Piano

Program

Franz Schubert

Bei dir allein D 866/2

Franz Schubert

Die Liebende schreibt D 673

Franz Schubert

Schweizerlied D 559

Franz Schubert

Das gestörte Glück D 309

Franz Schubert

Heimliches Lieben D 922

Franz Schubert

Der Weiberfreund D 271

Franz Schubert

Die Männer sind méchant D 866/3

Franz Schubert

Die Betende D 102

Franz Schubert

Szene aus Goethes Faust (Szene im Dom) D 126

Franz Schubert

Lob der Tränen D 711

Franz Schubert

Rastlose Liebe D 138

Franz Schubert

Alinde D 904

Franz Schubert

An die Laute D 905

Franz Schubert

Der Unglückliche D 713

Franz Schubert

Hoffnung "Es reden und träumen die Menschen" D 637

Franz Schubert

Der Jüngling am Bache D 638

Franz Schubert

Über Wildemann D 884

Franz Schubert

Todesmusik D 758

Franz Schubert

Die Erscheinung D 229

Franz Schubert

Am Bach im Frühling D 361

As part of the Schubert Week, the Pierre Boulez Saal once again welcomed a group of young singers who are about to embark on an international career. Leading up to their recitals, these rising artists had been working on their programs with Thomas Hampson over the course of several masterclasses.

Mezzo-soprano Susan Zarrabi and bass-baritone Jussi Juola performed the last of three Young Singers concerts—both were first heard at the Pierre Boulez Saal as part of the inaugural Schubert Weekend in 2018. Zarrabi joined the opera studio of Berlin’s Komische Oper this season, while Juola is a member of the ensemble at Volkstheater Rostock. Gerold Huber was their piano partner.

For the third consecutive year, Thomas Hampson invited renowned lied singers and the most promising talents of the younger generation, together with their piano partners, to dedicate an entire week to the world of the Schubert lied—even in these challenging times.

This concert, followed by an interactive Q&A session, was streamed live on Thursday, January 21, at 8 pm and will remain available for free on-demand viewing through April 30, 2021.

In cooperation with the Lied Akademie of Internationales Liedzentrum Heidelberg and the Hampsong Foundation

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