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  • 00:18:24 Introductory Talk with Ole Bækhøj, director of the Pierre Boulez Saal (in German)
  • 00:35:08 Recital with Thomas Hampson and Wolfram Rieger
  • 01:59:19 Q&A with Thomas Hampson and Wolfram Rieger (in German)

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Der Sänger 

Franz Schubert

Der Sänger

„Was hör’ ich draußen vor dem Tor,

Was auf der Brücke schallen?

Lass den Gesang vor unserm Ohr

Im Saale widerhallen!“

Der König sprach’s, der Page lief,

Der Page kam, der König rief:

„Lasst mir herein den Alten!“

„Gegrüßet seid mir, edle Herrn,

Gegrüßt ihr schönen Damen!

Welch’ reicher Himmel! Stern bei Stern!

Wer kennet ihre Namen?

Im Saal voll Pracht und Herrlichkeit

Schließt Augen euch, hier ist nicht Zeit,

Sich staunend zu ergötzen.“

Der Sänger drückt’ die Augen ein

Und schlug in vollen Tönen;

Die Ritter schauten mutig drein,

Und in den Schoß die Schönen.

Der König, dem es wohlgefiel,

Ließ, ihn zu ehren für sein Spiel,

Eine goldne Kette holen.

„Die goldne Kette gib mir nicht,

Die Kette gib den Rittern,

Vor deren kühnem Angesicht

Der Feinde Lanzen splittern.

Gib sie dem Kanzler, den du hast,

Und lass ihn noch die goldne Last

Zu andern Lasten tragen.

Ich singe, wie der Vogel singt,

Der in den Zweigen wohnet;

Das Lied, das aus der Kehle dringt,

Ist Lohn, der reichlich lohnet.

Doch darf ich bitten, bitt’ ich eins:

Lass mir den besten Becher Weins

In purem Golde reichen.“

Er setzt’ ihn an, er trank ihn aus:

„O Trank voll süßer Labe!

O, wohl dem hochbeglückten Haus,

Wo das ist kleine Gabe!

Ergeht’s euch wohl, so denkt an mich

Und danket Gott so warm, als ich

Für diesen Trunk euch danke.“

Johann Wolfgang von Goethe

Franz Schubert

The Minstrel

     

“What do I hear outside the gate,

What sounds are those on the bridge?

Let that song echo in our ears

Throughout the hall!”

Thus spoke the king, the page ran out;

The page returned, the king cried:

“Let the old man enter!”

     

“Greetings, noble lords,

Greetings, fair ladies!

How rich is this galaxy! Star upon star!

Who can know their names?

In this hall of pomp and splendor

Eyes, close; now is not the time

To feast yourselves in wonder.”

    

The minstrel closed his eyes

And sang in resonant tones;

Resolutely the knights looked on,

While the fair ladies looked down into their laps.

The king, well pleased with the song,

Sent for a gold chain

To reward him for his singing.

     

“Do not give the golden chain to me

But to your knights,

Before whose bold countenance

Enemy lances shatter.

Give it to your chancellor

And let him bear its golden burden

With his other burdens.

     

“I sing as the bird sings

Who lives among the branches;

The song that pours from my throat

Is its own rich reward.

But if I may, I will ask one thing:

Bring me your best wine

In a chalice of pure gold.”

      

He raised it to his lips and drained it:

“O draught of sweet refreshment!

Happy the blessed house

Where that is but a trifling gift!

If you fare well, think of me,

And thank God as warmly as I

Thank you for this drink.”

     

Translation © Richard Wigmore

Auf dem Land und in der Stadt

Anna Amalia von Sachsen-Weimar

Auf dem Land und in der Stadt

Erwin

Auf dem Land und in der Stadt

Hat man eitel Plagen,

Muss ums Bisschen, was man hat,

Sich mit’m Nachbar schlagen.

Rings auf Gottes Erde weit

Ist nur Hunger, Kummer, Neid,

Dich hinauszutreiben.

Bernardo

Erdennot ist keine Not

Als dem Feig- und Matten.

Arbeit schafft Dir täglich Brot,

Dach und Fach und Schatten.

Rings, wo Gottes Sonne scheint,

Findst ein Mädchen, findst einen Freund,

Lass’ uns immer bleiben!

Johann Wolfgang von Goethe

Anna Amalia von Sachsen-Weimar

In the Country and the City

    

Erwin

In the country and the city

One is plagued by futility!

For the little that one has

One must struggle with one’s neighbors.

All around God’s earth

Is hunger, toil, and envy,

Enough to drive one out.

    

Bernardo

Yet earthly torment is no torment

But to the cowardly and dull;

Work gives us our daily bread,

Our roof and plot and shade.

All around where God’s sun shines,

You find a maiden, you find a friend;

Let us remain here forever!

     

Translation © Emily Ezust

With thanks to the LiederNet Archive

Das Blümlein Wunderschön

Johann Rudolph Zumsteeg

Das Blümlein Wunderschön

Graf

Ich kenn’ ein Blümlein Wunderschön

Und trage darnach Verlangen,

Ich möcht’ es gerne zu suchen gehn,

Allein ich bin gefangen.

Die Schmerzen sind mir nicht gering,

Denn als ich in der Freiheit ging,

Da hatt’ ich es in der Nähe.

Von diesem ringsum steilen Schloss

Lass ich die Augen schweifen,

Und kann’s vom hohen Turmgeschoss

Mit Blicken nicht ergreifen,

Und wer mir’s vor die Augen brächt’,

Er wäre Ritter oder Knecht,

Der sollt’ mein Trauter bleiben.

Rose

Ich blühe schön und höre dies,

Hier unter deinem Gitter.

Du meinest mich, die Rose, gewiss,

Du edler armer Ritter!

Du hast gar einen hohen Sinn,

Es herrscht die Blumenkönigin

Gewiss auch in deinem Herzen.

Graf

Im grünen Überkleide;

Darob das Mädchen dein begehrt,

Wie Gold und edel Geschmeide.

Dein Kranz erhöht das schönste Gesicht:

Allein du bist das Blümchen nicht,

Das ich im Stillen verehre.

Das Röschen hat gar stolzen Brauch

Und strebet immer nach oben;

Doch wird ein liebes Liebchen auch

Der Lilie Zierde loben.

Wem’s Herze schlägt in treuer Brust

Und ist sich rein, wie ich, bewusst,

Der hält mich wohl am höchsten.

Graf

Ich nenne mich zwar keusch und rein,

Und rein von bösen Fehlen;

Doch muss ich hier gefangen sein

Und muss mich einsam quälen.

Du bist mir zwar ein schönes Bild

Von mancher Jungfrau rein und mild,

Doch weiß ich noch was Liebers.

Das mag wohl ich die Nelke sein,

Hier in des Wächters Garten,

Wie würde sonst der Alte mein

Mit so viel Sorge warten?

Im schönen Kreis der Blätter Drang,

Und Wohlgeruch das Leben lang,

Und alle tausend Farben.

Graf

Sie ist des Gärtners Wonne,

Bald muss sie in dem Lichte stehn,

Bald schützt er sie vor der Sonne,

Doch was den Grafen glücklich macht

Es ist nicht ausgesuchte Pracht,

Es ist ein stilles Blümchen.

Veilchen

Ich steh verborgen und gebückt,

Und mag nicht gerne sprechen,

Doch will ich, weil sich’s eben schickt,

Mein tiefes Schweigen brechen.

Wenn ich es bin, du guter Mann,

Wie schmerzt mich’s, dass ich hinauf nicht kann,

Dir alle Gerüche senden.

Graf

Das gute Veilchen schätz’ ich sehr,

Es ist sogar bescheiden

Und duftet so schön; doch brauch’ ich mehr

In meinen herben Leiden;

Ich will es euch nur eingestehn:

Auf diesen dürren Felsenhöh’n

Ist’s Liebchen nicht zu finden.

Doch wandelt unten an dem Bach,

Das treuste Weib der Erde,

Und seufzet leise manches Ach,

Bis ich erlöset werde.

Wenn sie ein blaues Blümchen bricht

Und immer sagt: Vergiss mein nicht!

So fühl’ ich’s in der Ferne.

Ja, in der Ferne fühlt sich die Macht,

Wenn zwei sich redlich lieben,

Drum bin ich in des Kerkers Nacht

Auch noch lebendig geblieben,

Und wenn mir fast das Herze bricht,

So ruf’ ich nur: Vergiss mein nicht!

Da komm’ ich wieder ins Leben.

Johann Wolfgang von Goethe

Johann Rudolf Zumsteeg

The Flower Beautiful

    

Count

I know a beautiful flower

And bear for it such longing;

I would gladly go in search of it,

If only I were not imprisoned.

The pains I feel are hardly slight;

For, as I walked in freedom,

I had it there close by.

     

From this steep and curving castle

I let my eyes sweep overland

But, from the height of towers,

My gaze does not reveal it;

Whoever would bring it to my sight,

Be it knight or serf,

I would ever be to him indebted.

    

Rose

I bloom in beauty and hear this

Here below your bars.

You mean me, the rose, most certainly,

You poor and noble Knight!

You have indeed so high a mind,

The queen of flowers must also rule,

Surely, within your heart.

     

Count

In that green overmantle;

Of such may a maiden well desire

Like gold and precious jewels.

Your garland enhances the loveliest face;

Only, you are not the flower

That I worship in my heart.

      

Such proud customs has the rose

And strives always for perfection;

Yet a dearly loved one will also

Praise the lily’s grace.

Whosever heart would beat in loyal breast

And knows, like me, the purity within,

She would surely set me highest.

     

Count

I call myself chaste and pure

And free of wicked faults;

Yet here must I be imprisoned

And must endure my pain alone.

To me, you are a truly lovely picture

Of many a maid, pure and mild.

But yet I know of something better.

    

That may well be me, the carnation,

Here in the warder’s garden,

For what other reason would my old one

Tend me with so much care?

In the beauteous circle of enclosing leaves

And a lifelong pleasant perfume

And several thousand colors.

     

Count

It is the gardener’s joy;

Now it must be placed in light,

Then must he protect it from the sun;

But what makes the count so happy

Is not exquisite splendor:

It is a tranquil flower.

    

Violet

I stand bent and hidden

And do not speak so lightly,

But, because it is now so becoming, I want

To break my modest silence.

If it be me, you dear, good man,

It pains me much that I cannot

Send you every perfume.

    

Count

The good violet is very dear to me:

It is so modest

And wafts the dearest scent; but I need more

In my bitter sorrows.

I will admit to all;

Upon this barren and mocking rock

My dearest may not be found.

     

Yet, down below, by the brook

Walks the truest woman on earth

And sighs so many softest woes,

Until I be released.

When she picks a little blue flower

And says always: “Forget me not,”

I feel myself transported.

    

Yes, from far away one feels the power,

When two sincerely love each other;

For this, I was cast in the night of dungeons,

Yet still remained amongst the living.

And when my heart is almost breaking

I call out simply: “Forget me not,”

And thus, return again to life.

     

Translation © David Paley

Schäfers Klagelied

Václav Jan Tomášek

Schäfers Klagelied

Da droben auf jenem Berge,

Da steh’ ich tausendmal,

An meinem Stabe gebogen

Und schaue hinab in das Tal.

Dann folg’ ich der weidenden Herde,

Mein Hündchen bewahret mir sie.

Ich bin herunter gekommen

Und weiß doch selber nicht wie.

Da stehet von schönen Blumen

Die ganze Wiese so voll.

Ich breche sie, ohne zu wissen,

Wem ich sie geben soll.

Und Regen, Sturm und Gewitter

Verpass’ ich unter dem Baum.

Die Türe dort bleibet verschlossen;

Doch alles ist leider ein Traum.

Es stehet ein Regenbogen

Wohl über jenem Haus!

Sie aber ist weggezogen,

Und weit in das Land hinaus.

Hinaus in das Land und weiter,

Vielleicht gar über die See.

Vorüber, ihr Schafe, vorüber!

Dem Schäfer ist gar so weh.

Johann Wolfgang von Goethe

Václav Jan Tomášek

Shepherd’s Lament

   

On yonder hill

I have stood a thousand times,

Leaning on my staff

And looking down into the valley.

    

I have followed the grazing flocks,

My dog looks after them for me,

I have come down here

And do not know how.

    

The whole meadow is so full

Of lovely flowers;

I pluck them without knowing

To whom I shall give them.

    

During rain, storm, and tempest

I just sit under the tree.

The door there remains locked;

For, alas, it is all a dream.

     

There is a rainbow

Above that house!

But she has moved away,

To distant regions.

     

To distant regions and beyond,

Perhaps even over the sea.

Move on, sheep, move on!

Your shepherd is so wretched.

     

Translation © Richard Wigmore

Um Mitternacht

Carl Friedrich Zelter

Um Mitternacht

Um Mitternacht ging ich, nicht eben gerne,

Klein kleiner Knabe jenen Kirchhof hin

Zu Vaters Haus, des Pfarrers, Stern an Sterne,

Sie leuchteten doch alle gar zu schön,

Um Mitternacht.

Wenn ich dann ferner in des Lebens Weite

Zur Liebsten musste, musste, weil sie zog,

Gestirn und Nordschein über mir im Streite.

Ich gehend, kommend Seeligkeiten sog,

Um Mitternacht.

Bis dann zuletzt des vollen Mondes Helle

So klar und deutlich mir ins Finstere drang,

Auch der Gedanke willig, sinnig, schnelle

Sich ums Vergangne wie ums Künftige schlang,

Um Mitternacht.

Johann Wolfgang von Goethe

Carl Friedrich Zelter

At Midnight

   

At midnight, as a very small boy, I would walk

Not exactly willingly, past that churchyard

To the house of my father, the vicar; star upon star—

They all shone so beautifully,

At midnight.

   

Then when I had to travel further on life’s course,

To my beloved—had to, because she drew me,

Stars and northern lights above me would be in conflict;

Going and returning I would imbibe bliss,

At midnight.

    

Until at last the gleam of the full moon

Pierced my darkness so brightly and clearly,

That even my thoughts, willingly, profoundly, swiftly,

Embraced both the past and the future,

At midnight.

     

Translation © Richard Wigmore

Maigesang

Ludwig van Beethoven

Maigesang

Wie herrlich leuchtet

Mir die Natur!

Wie glänzt die Sonne!

Wie lacht die Flur!

Es dringen Blüten

Aus jedem Zweig

Und tausend Stimmen

Aus dem Gesträuch,

Und Freud und Wonne

Aus jeder Brust.

O Erd, o Sonne!

O Glück, o Lust!

O Lieb, o Liebe!

So golden schön,

Wie Morgenwolken

Auf jenen Höhn!

Du segnest herrlich

Das frische Feld,

Im Blütendampfe

Die volle Welt.

O Mädchen, Mädchen,

Wie lieb ich dich!

Wie blickt dein Auge!

Wie liebst du mich!

So liebt die Lerche

Gesang und Luft,

Und Morgenblumen

Den Himmelsduft,

Wie ich dich liebe

Mit warmen Blut,

Die du mir Jugend

Und Freud und Mut

Zu neuen Liedern

Und Tänzen gibst.

Sei ewig glücklich,

Wie du mich liebst!

Johann Wolfgang von Goethe

Ludwig van Beethoven

May Song

    

How gloriously

Nature gleams for me!

How the sun sparkles!

How the field laughs!

     

Blossoms burst

From every bough

And a thousand voices

From every bush

     

And delight and rapture

From every breast.

O earth, O sun!

O joy, O bliss!

     

O love, O love!

So golden fair

As morning clouds

On yonder hills!

    

You bless with glory

The fresh field,

In a mist of blossom

The teeming world.

    

O maiden, maiden,

How I love you!

How you look at me!

How you love me!

    

The skylark loves

Song and air,

And morning flowers

The hazy sky,

    

As I with warm blood

Love you,

Who give me youth

And joy and heart

    

For new songs

And new dances.

Be happy always

As in your love for me!

     

Translation © Richard Stokes

Courtesy of Oxford Lieder

Beherzigung

Johann Friedrich Reichardt

Beherzigung

Ach, was soll der Mensch verlangen?

Ist es besser, ruhig bleiben?

Klammernd fest sich anzuhangen?

Ist es besser, sich zu treiben?

Soll er sich ein Häuschen bauen?

Soll er unter Zelten leben?

Soll er auf die Felsen trauen?

Selbst die festen Felsen beben.

Eines schickt sich nicht für alle;

Sehe jeder, wie er’s treibe,

Sehe jeder, wo er bleibe,

Und wer steht, dass er nicht falle!

Johann Wolfgang von Goethe

Johann Friedrich Reichardt

Resolution

   

Cowardly thoughts,

Timid shaking,

Womanish hesitation,

Fearful lamentation—

They ward off no misery,

They do not make you free.

    

Gathering all your forces

For the offensive

Never to give way,

Showing yourself powerful:

This calls the arms

Of the Gods to your side!

    

Translation © Emily Ezust

With thanks to the LiederNet Archive

Erlkönig

Carl Loewe

Erlkönig

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?

Es ist der Vater mit seinem Kind;

Er hat den Knaben wohl in dem Arm,

Er fasst ihn sicher, er hält ihn warm.

„Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?“ –

„Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht?

Den Erlenkönig mit Kron’ und Schweif?“

„Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif.“ –

„Du liebes Kind, komm, geh mit mir!

Gar schöne Spiele spiel’ ich mit dir;

Manch’ bunte Blumen sind an dem Strand,

Meine Mutter hat manch’ gülden Gewand.“ –

„Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,

Was Erlenkönig mir leise verspricht?“ –

„Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind:

In dürren Blättern säuselt der Wind.“ –

„Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?

Meine Töchter sollen dich warten schön;

Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn

Und wiegen und tanzen und singen dich ein.“

„Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort

Erlkönigs Töchter am düstern Ort?“

„Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau:

Es scheinen die alten Weiden so grau.“

„Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;

Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.“ –

„Mein Vater, mein Vater, jetzt fasst er mich an!

Erlkönig hat mir ein Leids getan!“ –

Dem Vater grausets, er reitet geschwind,

Er hält in Armen das ächzende Kind,

Erreicht den Hof mit Müh’ und Not:

In seinen Armen das Kind war tot.

Johann Wolfgang von Goethe

Carl Loewe

The Erlking

     

Who rides so late through the night and wind?

It is the father with his child;

He has the boy in his arms,

He holds him safely, he keeps him warm.

    

“My son, why do you hide your face in fear?”

“Father, can you not see the Erlking?

The Erlking with his crown and tail?”

“My son, it is a streak of mist.”

    

“Sweet child, come with me!

I’ll play wonderful games with you;

Many a pretty flower grows on the shore;

My mother has many a golden robe.”

    

“Father, father, do you not hear

What the Erlking softly promises me?”

“Calm, be calm, my child:

The wind is rustling in the withered leaves.”

   

“Won’t you come with me, my fine lad?

My daughters shall wait upon you;

My daughters lead the nightly dance,

And will rock and dance and sing you to sleep.”

    

“Father, father, can you not see

Erlking’s daughters, there in the darkness?”

“My son, I can see clearly:

It is the old grey willows gleaming.”

    

“I love you, your fair form allures me,

And if you don’t come willingly, I’ll use force.”

“Father, father, now he’s seizing me!

The Erlking has hurt me!”

   

The father shudders, he rides swiftly,

He holds the moaning child in his arms;

With one last effort he reaches home;

The child lay dead in his arms.

   

Translation © Richard Wigmore

Wandrers Nachtlied

Carl Loewe

Wandrers Nachtlied

Über allen Gipfeln

Ist Ruh’,

In allen Wipfeln

Spürest du

Kaum einen Hauch;

Die Vögelein schweigen im Walde.

Warte nur, balde

Ruhest du auch.

Johann Wolfgang von Goethe

Carl Loewe

Wayfarer’s Night Song

Over all the peaks

There is peace;

In all the treetops

You feel

Scarcely a breath of air;

The little birds in the forest are silent.

Wait!

Soon you too will be at rest.

Translation © Richard Wigmore

Erlkönig

Franz Schubert

Erlkönig

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?

Es ist der Vater mit seinem Kind;

Er hat den Knaben wohl in dem Arm,

Er fasst ihn sicher, er hält ihn warm.

„Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?“ –

„Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht?

Den Erlenkönig mit Kron’ und Schweif?“

„Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif.“ –

„Du liebes Kind, komm, geh mit mir!

Gar schöne Spiele spiel’ ich mit dir;

Manch’ bunte Blumen sind an dem Strand,

Meine Mutter hat manch’ gülden Gewand.“ –

„Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,

Was Erlenkönig mir leise verspricht?“ –

„Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind:

In dürren Blättern säuselt der Wind.“ –

„Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?

Meine Töchter sollen dich warten schön;

Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn

Und wiegen und tanzen und singen dich ein.“

„Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort

Erlkönigs Töchter am düstern Ort?“

„Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau:

Es scheinen die alten Weiden so grau.“

„Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;

Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.“ –

„Mein Vater, mein Vater, jetzt fasst er mich an!

Erlkönig hat mir ein Leids getan!“ –

Dem Vater grausets, er reitet geschwind,

Er hält in Armen das ächzende Kind,

Erreicht den Hof mit Müh’ und Not:

In seinen Armen das Kind war tot.

Johann Wolfgang von Goethe

Franz Schubert

Erlking

Who rides so late through the night and wind?

It is the father with his child;

He has the boy in his arms,

He holds him safely, he keeps him warm.

“My son, why do you hide your face in fear?”

“Father, can you not see the Erlking?

The Erlking with his crown and tail?”

“My son, it is a streak of mist.”

“Sweet child, come with me!

I’ll play wonderful games with you;

Many a pretty flower grows on the shore;

My mother has many a golden robe.”

“Father, father, do you not hear

What the Erlking softly promises me?”

“Calm, be calm, my child:

The wind is rustling in the withered leaves.”

“Won’t you come with me, my fine lad?

My daughters shall wait upon you;

My daughters lead the nightly dance,

And will rock and dance and sing you to sleep.”

“Father, father, can you not see

Erlking’s daughters, there in the darkness?”

“My son, I can see clearly:

It is the old grey willows gleaming.”

“I love you, your fair form allures me,

And if you don’t come willingly, I’ll use force.”

“Father, father, now he’s seizing me!

The Erlking has hurt me!”

The father shudders, he rides swiftly,

He holds the moaning child in his arms;

With one last effort he reaches home;

The child lay dead in his arms.

Translation © Richard Wigmore

Der Wanderer an den Mond

Franz Schubert

Der Wanderer an den Mond

Ich auf der Erd’, am Himmel du,
Wir wandern beide rüstig zu:

Ich ernst und trüb, du mild und rein,

Was mag der Unterschied wohl sein?

Ich wandre fremd von Land zu Land,

So heimatlos, so unbekannt;

Bergauf, bergab, Wald ein, Wald aus,

Doch bin ich nirgend, ach! zu Haus.

Du aber wanderst auf und ab

Aus Ostens Wieg’ in Westens Grab,

Wallst Länder ein und Länder aus,

Und bist doch, wo du bist, zu Haus.

Der Himmel, endlos ausgespannt,

Ist dein geliebtes Heimatland:

O glücklich, wer, wohin er geht,

Doch auf der Heimat Boden steht!

Johann Gabriel Seidl

Franz Schubert

The Wanderer’s Address to the Moon

   

I on earth, you in the sky,

Both of us travel briskly on;

I solemn and gloomy, you gentle and pure,

What can be the difference between us?

   

I wander, a stranger, from land to land,

So homeless, so unknown;

Up and down mountains, in and out of forests,

Yet, alas, nowhere am I at home.

   

But you wander up and down,

From the east’s cradle to the west’s grave,

Travel from country to country

And yet are at home wherever you are.

   

The sky, infinitely extended,

Is your beloved homeland;

O happy he who, wherever he goes,

Still stands on his native soil!

   

Translation © Richard Wigmore

Das Zügenglöcklein

Franz Schubert

Das Zügenglöcklein

Kling’ die Nacht durch, klinge,

Süßen Frieden bringe

Dem, für den du tönst!

Kling in weite Ferne,

So du Pilger gerne

Mit der Welt versöhnst.

Aber wer will wandern

Zu den Lieben andern,

Die voraus gewallt?

Zog er gern die Schelle

Bebt er an der Schwelle,

Wann „Herein“ erschallt.

Gilt’s dem bösen Sohne,

Der noch flucht dem Tone,

Weil er heilig ist?

Nein, es klingt so lauter

Wie ein Gottvertrauter

Seine Laufbahn schließt.

Aber ist’s ein Müder,

Den verwaist die Brüder,

Dem ein treues Tier

Einzig ließ den Glauben

An die Welt nicht rauben,

Ruf ihn, Gott, zu Dir!

Ist’s der Frohen einer,

Der die Freuden reiner

Lieb’ und Freundschaft teilt,

Gönn’ ihm noch die Wonnen

Unter dieser Sonnen

Wo er gerne weilt!

Johann Gabriel Seidl

Franz Schubert

The Passing Bell

Ring, ring the night through,

Bring sweet peace

To him you toll for!

Ring out in the far distance;

Thus you reconcile pilgrims

With the world.

But who would wish to journey

To the loved ones

Who have gone before?

Though he gladly rang the bell,

He trembles on the threshold

When a voice cries “Enter.”

Is it meant for the wicked son

Who still curses its sound

Because it is sacred?

No, it rings more loudly

When a man who trusts in God

Concludes his life’s journey.

But if it is a weary man

Deserted by his kin,

Whose faith in the world

Has been saved

Only by a faithful beast,

Call him unto you, O God!

If it is one of the blessed,

Who partakes of the joys

Of love and friendship,

Then grant him yet bliss

Beneath this sun,

Where he gladly tarries!

Translation © Richard Wigmore

Am Fenster

Franz Schubert

Am Fenster

Ihr lieben Mauern, hold und traut,

Die ihr mich kühl umschließt,

Und silberglänzend niederschaut,

Wenn droben Vollmond ist!

Ihr saht mich einst so traurig da,

Mein Haupt auf schlaffer Hand,

Als ich in mir allein mich sah,

Und keiner mich verstand.

Jetzt brach ein ander Licht heran,

Die Trauerzeit ist um,

Und manche zieh’n mit mir die Bahn

Durch’s Lebensheiligtum.

Sie raubt der Zufall ewig nie

Aus meinem treuen Sinn,

In tiefster Seele trag’ ich sie,

Da reicht kein Zufall hin.

Du Mauer wähnst mich trüb wie einst,

Das ist die stille Freud;

Wenn du vom Mondlicht widerscheinst,

Wird mir die Brust so weit.

An jedem Fenster wähn’ ich dann

Ein Freundeshaupt, gesenkt,

Das auch so schaut zum Himmel an,

Das auch so meiner denkt.

Johann Gabriel Seidl

Franz Schubert

At the Window

   

Dear, familiar walls,

You enclose me within your coolness,

And gaze down with silvery sheen

When the full moon shines above.

Once you saw me here so sad,

Head buried in weary hands,

Looking only within myself,

Understood by no one.

    

Now a new light has dawned,

The time of sadness is past,

And many join me on my path

Through this sacred life.

Chance will never steal them

From my faithful heart;

I carry them deep in my soul,

Where fate cannot penetrate.

    

Wall, you imagine I am as gloomy as I once was:

That is my silent joy.

When you reflect the moonlight

My heart swells.

Then I imagine I see at every window

A friendly face, lowered,

That then gazes heavenwards,

Thinking of me too.

    

Translation © Richard Wigmore

Im Freien

Franz Schubert

Im Freien

Draußen in der weiten Nacht

Steh ich wieder nun,

Ihre helle Sternenpracht

Lässt mein Herz nicht ruhn!

Tausend Arme winken mir

Süß begehrend zu,

Tausend Stimmen rufen hier,

„Grüß dich, Trauter, du!“

O ich weiß auch, was mich zieht,

Weiß auch, was mich ruft,

Was wie Freundes Gruß und Lied

Locket durch die Luft.

Siehst du dort das Hüttchen stehn,

Drauf der Mondschein ruht.

Durch die blanken Scheiben sehn

Augen, die mir gut!

Siehst du dort das Haus am Bach,

Das der Mond bescheint?

Unter seinem trauten Dach

Schläft mein liebster Freund.

Siehst du jenen Baum, der voll

Silberflocken flimmt?

O wie oft mein Busen schwoll,

Froher dort gestimmt!

Jedes Plätzchen, das mir winkt,

Ist ein teurer Platz,

Und wohin ein Strahl nur sinkt,

Lockt ein teurer Schatz.

Drum auch winkt mir’s überall

So begehrend hier,

Drum auch ruft es, wie der Schall

Trauter Liebe mir.

Johann Gabriel Seidl

Franz Schubert

In the Open

Now once more I stand outside

In the vast night;

Its bright, starry splendor

Gives my heart no peace.

A thousand arms beckon to me

With sweet longing;

A thousand voices call:

“Greetings, dear friend!”

Oh, I know what draws me,

What calls me,

Like a friend’s greeting, a song,

Floating enticingly through the air.

Do you see the cottage there

On which the moonlight lingers?

From its shining windows

Fond eyes gaze out.

Do you see the house there by the brook,

Lit by the moon?

Beneath its cozy roof

Sleeps my dearest friend.

Do you see that tree,

Glittering with silver flakes?

Oh, how often did my heart swell

With joy there!

Every little place that beckons

Is dear to me,

And wherever a moonbeam falls,

Cherished treasure entices.

So everything here beckons to me

With longing,

And calls to me with the sounds

Of true love.

Translation © Richard Wigmore

Das Fischermädchen

Franz Schubert

Das Fischermädchen

Du schönes Fischermädchen,

Treibe den Kahn ans Land;

Komm zu mir und setze dich nieder,

Wir kosen Hand in Hand.

Leg an mein Herz dein Köpfchen,

Und fürchte dich nicht zu sehr,

Vertraust du dich doch sorglos

Täglich dem wilden Meer.

Mein Herz gleicht ganz dem Meere,

Hat Sturm und Ebb’ und Flut,

Und manche schöne Perle

In seiner Tiefe ruht.

Heinrich Heine

Franz Schubert

The Fisher Maiden

Lovely fisher maiden,

Guide your boat to the shore;

Come and sit beside me,

And hand in hand we shall talk of love.

Lay your little head on my heart

And do not be too afraid;

For each day you trust yourself

Without fear to the turbulent sea.

My heart is just like the sea.

It has its storms, its ebbs and its flows;

And many a lovely pearl

Rests in its depths.

Translation © Richard Wigmore

Die Stadt

Franz Schubert

Die Stadt

Am fernen Horizonte

Erscheint, wie ein Nebelbild,

Die Stadt mit ihren Türmen

In Abenddämmrung gehüllt.

Ein feuchter Windzug kräuselt

Die graue Wasserbahn;

Mit traurigem Takte rudert

Der Schiffer in meinem Kahn.

Die Sonne hebt sich noch einmal

Leuchtend vom Boden empor,

Und zeigt mir jene Stelle,

Wo ich das Liebste verlor.

Heinrich Heine

Franz Schubert

The Town

   

On the distant horizon

Appears, like a misty vision,

The town with its turrets,

Shrouded in dusk.

    

A damp wind ruffles

The grey stretch of water.

With mournful strokes

The boatman rows my boat.

    

Radiant, the sun rises once more

From the earth,

And shows me that place

Where I lost my beloved.

    

Translation © Richard Wigmore

Am Meer

Franz Schubert

Am Meer

Das Meer erglänzte weit hinaus

Im letzten Abendscheine;

Wir saßen am einsamen Fischerhaus,

Wir saßen stumm und alleine.

Der Nebel stieg, das Wasser schwoll,

Die Möwe flog hin und wieder;

Aus deinen Augen liebevoll

Fielen die Tränen nieder.

Ich sah sie fallen auf deine Hand,

Und bin aufs Knie gesunken;

Ich hab’ von deiner weißen Hand

Die Tränen fortgetrunken.

Seit jener Stunde verzehrt sich mein Leib,

Die Seele stirbt vor Sehnen –

Mich hat das unglücksel’ge Weib

Vergiftet mit ihren Tränen.

Heinrich Heine

Franz Schubert

By the Sea

   

The sea glittered far and wide

In the sun’s dying rays;

We sat by the fisherman’s lonely house;

We sat silent and alone.

    

The mist rose, the waters swelled,

A seagull flew to and fro.

From your loving eyes

The tears fell.

   

I saw them fall on your hand.

I sank upon my knee;

From your white hand

I drank away the tears.

    

Since that hour my body is consumed

And my soul dies of longing.

That unhappy woman

Has poisoned me with her tears.

     

Translation © Richard Wigmore

Der Doppelgänger

Franz Schubert

Der Doppelgänger

Still ist die Nacht, es ruhen die Gassen,

In diesem Hause wohnte mein Schatz;

Sie hat schon längst die Stadt verlassen,

Doch steht noch das Haus auf demselben Platz.

Da steht auch ein Mensch und starrt in die Höhe,

Und ringt die Hände, vor Schmerzens Gewalt;

Mir graust es, wenn ich sein Antlitz sehe –

Der Mond zeigt mir meine eigne Gestalt.

Du Doppelgänger! du bleicher Geselle!

Was äffst du nach mein Liebesleid,

Das mich gequält auf dieser Stelle,

So manche Nacht, in alter Zeit?

Heinrich Heine

Franz Schubert

The Wraith

    

The night is still, the streets are at rest;

In this house lived my sweetheart.

She has long since left the town,

But the house still stands on the selfsame spot.

    

A man stands there too, staring up,

And wringing his hands in anguish;

I shudder when I see his face––

The moon shows me my own form!

    

You wraith, pallid companion,

Why do you ape the pain of my love

Which tormented me on this very spot,

So many a night, in days long past?

    

Translation © Richard Wigmore

Ihr Bild

Franz Schubert

Ihr Bild

Ich stand in dunkeln Träumen,

Und starrt’ ihr Bildnis an,

Und das geliebte Antlitz

Heimlich zu leben begann.

Um ihre Lippen zog sich

Ein Lächeln wunderbar,

Und wie von Wehmutstränen

Erglänzte ihr Augenpaar.

Auch meine Tränen flossen

Mir von den Wangen herab –

Und ach, ich kann es nicht glauben,

Dass ich dich verloren hab’!

Heinrich Heine

Franz Schubert

Her Portrait

   

I stood in dark dreams,

Gazing at her picture,

And that beloved face

Began mysteriously to come alive.

    

Around her lips played

A wondrous smile,

And her eyes glistened,

As though with melancholy tears.

    

My tears, too, flowed

Down my cheeks.

And oh––I cannot believe

That I have lost you!

     

Translation © Richard Wigmore

Der Atlas

Franz Schubert

Der Atlas

Ich unglücksel’ger Atlas! eine Welt,

Die ganze Welt der Schmerzen muss ich tragen.

Ich trage Unerträgliches, und brechen

Will mir das Herz im Leibe.

Du stolzes Herz, du hast es ja gewollt!

Du wolltest glücklich sein, unendlich glücklich,

Oder unendlich elend, stolzes Herz,

Und jetzo bist du elend.

Heinrich Heine

Franz Schubert

Atlas

I, unhappy Atlas, must bear a world,

The whole world of sorrows.

I bear the unbearable, and my heart

Would break within my body.

Proud heart, you wished it so!

You wished to be happy, endlessly happy,

Or endlessly wretched, proud heart!

And now you are wretched!

Translation © Richard Wigmore

Listen to the podcasts

Susan Youens and Thomas Hampson discuss "Im Freien" D 880

The Schubert Universe

Artists

Thomas Hampson

Baritone

Wolfram Rieger

Piano

Program

Franz Schubert

Der Sänger D 149

Anna Amalia von Sachsen-Weimar

Auf dem Land und in der Stadt

Johann Rudolph Zumsteeg

Das Blümlein Wunderschön

Václav Jan Tomásek

Schäfers Klagelied

Carl Friedrich Zelter

Um Mitternacht

Ludwig van Beethoven

Maigesang Op. 52/4

Johann Friedrich Reichardt

Beherzigung

Carl Loewe

Erlkönig Op. 1/3

Carl Loewe

Über allen Gipfeln ist Ruh' Op.9/3a (Wanderer's Night Song)

Franz Schubert

Erlkönig D 328

Franz Schubert

Der Wanderer an den Mond D 870

Franz Schubert

Das Zügenglöcklein D 871

Franz Schubert

Am Fenster D 878

Franz Schubert

Im Freien D 880

Franz Schubert

Das Fischermädchen D 957/10

Franz Schubert

Die Stadt D 957/11

Franz Schubert

Am Meer D 957/12

Franz Schubert

Der Doppelgänger D 957/13

Franz Schubert

Ihr Bild D 957/9

Franz Schubert

Der Atlas D 957/8

For the third consecutive year, Thomas Hampson invited renowned lied singers and the most promising talents of the younger generation, together with their piano partners, to dedicate an entire week to the world of the Schubert lied—even in these challenging times.

For his own recital, Hampson was joined by his long-time collaborator Wolfram Rieger, performing Schubert settings of Goethe, Seidl, and Heine, among others, and contrasting them with lesser-known works by some of the composers he drew inspiration from—and those who were inspired by him.

The concert, followed by an interactive Q&A session, was streamed live on Wednesday, January 20, at 8 pm and will remain available for free on-demand viewing through April 30, 2021.

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