Das Boulez Ensemble

Neugier und Dialog

© Philippe Gontier

DAS BOULEZ ENSEMBLE

Für deutsche Untertitel, klicken Sie auf "CC" unten rechts.

Ein Ensemble zu schaffen, das ohne feste Besetzung, über Gattungsgrenzen und Epochen hinweg, aus dem Geist künstlerischer Neugier Kammermusik auf höchstem Niveau zur Aufführung bringt – das war das Ziel, mit dem Daniel Barenboim zur Eröffnung des Pierre Boulez Saals im März 2017 das Boulez Ensemble ins Leben rief. Inzwischen haben sich die Auftritte des Ensembles, das sich aus Musikern der Staatskapelle Berlin und des West-Eastern Divan Orchestra, Professoren und Studierenden der Barenboim-Said Akademie sowie internationalen Gastkünstlern zusammensetzt, als fester Bestandteil nicht allein im Programm des Pierre Boulez Saals, sondern auch im Musikleben Berlins etabliert. Ein Leitgedanke stand dabei von Anfang an im Mittelpunkt: In jedem Konzert werden Werke des klassischen und romantischen Repertoires mit wegweisenden Kompositionen des 20. Jahrhunderts und Musik unserer Zeit kombiniert, stehen Solostücke oder Duos neben größer besetzten Werken. Das Ergebnis ist ein inspiriertes und inspirierendes Aufeinandertreffen, das überraschende Querverbindungen enthüllt und dabei dem Namensgeber Pierre Boulez Referenz erweist: Zeit seines künstlerischen Lebens war er auf der Suche nach neuen Klängen und Gedanken, nie verließ ihn die Neugier auf das noch Ungesagte.

Von Mozart und Schubert über Eisler und Schönberg bis hin zu Reimann und natürlich Boulez reichte bisher die stilistische Spannweite. Weitere musikalische Mosaiksteine kommen in der Saison 2018/19 hinzu, darunter neue Kompositionen von Matthias Pintscher, Kareem Roustom und Jörg Widmann. „Man sollte Konzerte im Grunde als Kommunikationsmittel betrachten, als lebendigen Kontakt zwischen aktiven Teilnehmern, egal ob sie Hörende oder Schaffende sind“, hat Pierre Boulez gesagt. Im Saal, der seinen Namen trägt, wird der Dialog fortgesetzt.

KOMMENDE VERANSTALTUNGEN