Ein Gespräch mit Bahia Shehab und Homero Aridjis
Moderiert von Roni Mann

In englischer Sprache


Seit Gründung der Gruppe der 100 (Grupo de los Cien) – einer Vereinigung von Autoren, Künstlern und Wissenschaftlern, die sich dem Schutz der Umwelt verschrieben haben – versucht Homero Aridjis mit seinen Gedichten für die Umwelt zu sensibilisieren, sie zu erforschen und Interesse für sie hervorzurufen, mit anderen Worten: Er verfasst Ökopoesie. „Als Leiter der Gruppe der 100 habe ich mich oft wie Sisyphos gefühlt, der wieder und wieder mit den gleichen Umweltproblemen konfrontiert wird, oder wie Kassandra, die eine Katastrophe voraussagt, oder wie Don Quijote, weil wir manchmal wie Verrückte gegen Windmühlen zu kämpfen scheinen“, schreibt er. Und dennoch macht er weiter. Homeros Liebesgedicht für den Neuen Divan heißt Die Erschaffung der Welt durch die Tiere (nach dem Popol Vuh). Es endet mit der optimistischen Feststellung „Y la creación se hace cada diá“ – „Und das Leben wird jeden Tag neu erschaffen“. Was gibt einem Nachhaltigkeitsaktivisten nachhaltig Energie? Wie schafft er es durchzuhalten? Diese und andere Fragen werden von der Aktivistin Bahia Shehab, Artist in Residence des Festivals, und dem Ökodichter und Aktivisten Homero Aridjis diskutiert.