Der Podcast zur Quartett-Woche mit Anthea Kreston: Mit Herz und Seele: Das David Oistrakh String Quartet

Die Bewunderung für ihren Namensgeber als Mensch und Musiker eint die Mitglieder des David Oistrakh String Quartet, mit denen sich Anthea Kreston in Folge 5 unseres Podcasts zur Quartett-Woche unterhalten hat. Die Geiger Andrey Baranov und Rodion Petrov, Bratscher Fedor Belugin und Cellist Alexey Zhilin gehören jeder für sich zu den führenden russischen Musikern ihrer Generation und sind neben ihrem Streichquartett auch höchst erfolgreiche Solisten. „Als wir das Quartett gegründet haben“, erzählt Baranov, „war es uns wichtig, auch unsere individuellen Karrieren weiter voranzubringen, um diese Erfahrungen dann für unser Ensemble nutzen zu können – und umgekehrt.“ Im Konzert am 11. Juni präsentierten sie russische und georgische Werke sowie rumänische Musik, adaptiert von einem Ungarn: neben Bartóks Rumänischen Volkstänzen standen Werke von Alexander Borodin, Giya Kancheli und Dmitri Schostakowitsch auf dem Programm. „Das Borodin-Quartett ist wunderbar russisch-romantisch, das perfekte Stück, um das Konzert zu eröffnen. Dann der Kancheli: für alle Russen, alle Georgier ist dieses Stück etwas Besonderes – eigentlich für alle Menschen auf der Welt. Jeder Ton ist voller Bedeutung und wahnsinnig berührend.“ Ob es heutzutage noch so etwas wie einen typisch „russischen“ Klang gebe? Schwer zu sagen, meint das David Oistrakh String Quartet. Wie sie selbst klingen wollen, wissen die vier Musiker aber ganz genau: „Wie ein einziges, großes Instrument, gespielt mit viel Herz und viel Seele!“

Wer bei den Proben des David Oistrakh String Quartet den Ton angibt und mehr über das Ensemble hören Sie in Folge 5 unseres Podcasts zur Quartett-Woche mit Anthea Kreston.

Künstler

David Oistrakh String Quartet

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Programm

Alexander Borodin

Streichquartett Nr. 2 D-Dur

Giya Kancheli

Night Prayers für Streichquartett und Tonband

Dmitri Schostakowitsch

Streichquartett Nr. 9 Es-Dur op. 117

Béla Bartók

Román népi táncok / Rumänische Volkstänze Sz 56 (Transkription für Streichquartett von A. Shishlov)

Dauer der Veranstaltung: ca. 2h mit einer Pause

Das David Oistrakh String Quartet richtet an diesem Abend den Blick auf Komponisten aus Russland, Georgien und Ungarn. Das Programm des Konzerts vereint die klassischen Formen des Streichquartetts Nr. 2 von Borodin mit der drängenden Expressivität von Schostakowitschs Neuntem Quartett, umfasst aber auch offenere Formate wie Night Prayers für Quartett und Tonband von Giya Kancheli und ein Streicherarrangement der Rumänischen Volkstänze von Bartók.

Zum Ende der Saison stellt eine außergewöhnliche Quartett-Woche jene musikalische Gattung in den Mittelpunkt, die für viele der Inbegriff der Kammermusik ist. Vom 7. bis 16. Juni versammeln sich elf internationale Ensembles im Pierre Boulez Saal, um in dessen intimer Atmosphäre die ganze historische und emotionale Spannbreite des Streichquartetts zu beleuchten.