Fünfundsiebzig Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs unternimmt dieses Symposium eine umfassende Rückschau auf das „Leben mit dem Holocaust“ von 1945 bis heute. Die Redebeiträge und Diskussionen befassen sich mit den Nachwirkungen der Shoah auf die Überlebenden der Verfolgung durch das NS-Regime, auf ihre Nachkommen und unsere Gesellschaft als Ganzes. Im Zentrum stehen dabei Fragen nach dem Umgang der Überlebenden mit der eigenen Leidensgeschichte und nach der Weitergabe von Erinnerungen, Erfahrungen und Traumata innerhalb von Familien. Zum anderen erörtert das Symposium die Auseinandersetzung der Mehrheitsgesellschaft mit dem Schicksal der Überlebenden und ihrer Familien und bettet die Diskussion dieser Fragen in die größeren sozialen, politischen und historischen Entwicklungen seit Kriegsende ein. Es gilt zu fragen: Wie kann ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Erbe der Shoah nach dem Ende der Zeitzeugenschaft und in einer Zeit, in der die Deutung der Vergangenheit zunehmend umstritten ist, in Zukunft aussehen?

In deutscher Sprache

Eine Veranstaltung von Barenboim-Said Akademie und AMCHA Deutschland

Programm

13:00 – 14:30 Uhr Leben mit dem Holocaust: Eröffnung und Vortrag von Tom Segev (Jerusalem)

15:00 – 16:15 Uhr Überleben und das Leben nach dem Überleben: Erfahrung, Trauma und Anerkennung

16:30 – 17:45 Uhr Die Nachkommen: Aufwachsen und Leben im Schatten des Holocaust 

18:45 – 19:45 Uhr Weiterleben nach Auschwitz: Sabine Adler im Gespräch mit Giselle Cycowicz, mit einer Einführung von Elke Büdenbender

20:00 – 21:00 Uhr Ende der Zeitzeugenschaft? Das Erbe des Holocaust in Gegenwart und Zukunft

Empfang

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