[...] VIVALDI UND SEINE TÖCHTER - Pierre Boulez Saal

Künstler

Peter Schneider
Ulrich Matthes
Mitglieder der Akademie für Alte Musik Berlin und Studierende der Barenboim-Said Akademie
Sonia Prina

Alt

Georg Kallweit

Konzertmeister und Leitung

Programm

Antonio Vivaldi

Concerto e-moll RV 134 für Streicher und Basso continuo

Antonio Vivaldi

Stabat Mater RV 621

Dauer der Veranstaltung: ca. 1h 15m ohne Pause

Zu Lebzeiten war er eine Berühmtheit, heute zählt er zu den meistgespielten Komponisten weltweit – doch bis zur Wiederentdeckung seiner Musik vor etwa 100 Jahren war Antonio Vivaldi größtenteils in Vergessenheit geraten. Peter Schneiders neuer Roman Vivaldi und seine Töchter erzählt die Geschichte eines besonderen Kapitels der Biographie des Komponisten im Venedig des frühen 18. Jahrhunderts: mehr als 30 Jahre lang arbeitete Vivaldi in einem Waisenhaus und formte aus den musikalisch begabten Mädchen das erste Frauenorchester Europas, mit dem er viele seiner Werke uraufführte.

Anlässlich der Veröffentlichung des Buches ist Peter Schneider im Gespräch mit Verleger Helge Malchow im Pierre Boulez Saal zu erleben. Schauspieler Ulrich Matthes liest aus dem Roman.

Der musikalische Teil des Abends ist Vivaldis Stabat Mater gewidmet, interpretiert von der Altistin Sonia Prina zusammen mit Mitgliedern der Akademie für Alte Musik Berlin sowie Studierenden und Absolventen der Barenboim-Said Akademie.

 

Peter Schneider, geboren 1940 in Lübeck, studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie. Er schrieb Erzählungen, Romane, Drehbücher und Reportagen sowie Essays und Reden. Zu seinen wichtigsten Werken zählen Lenz (1973), Der Mauerspringer (1982), Rebellion und Wahn (2008), Die Lieben meiner Mutter (2013) und Club der Unentwegten (2017). Seit 1985 unterrichtet er als Gastdozent an amerikanischen Universitäten, unter anderem in Stanford, Princeton, Georgetown und Harvard. Er lebt in Berlin.

Der gebürtige Berliner Ulrich Matthes ist seit 2004 Ensemblemitglied des Deutschen Theaters in seiner Heimatstadt. Zuvor war er u.a. am Bayerischen Staatsschauspiel, an den Münchner Kammerspielen und an der Schaubühne am Lehniner Platz engagiert. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Gertrud-Eysoldt-Ring und den Theaterpreis „Der Faust“ für seine Darstellung der Titelrolle in Jürgen Goschs Inszenierung von Tschechows Onkel Wanja. Die Zeitschrift Theater heute wählte ihn zweimal zum Schauspieler des Jahres. Für seine Film- und Fernseharbeit erhielt er u.a. den Bayerischen Filmpreis und den Grimme Preis. Er ist Präsident der Deutschen Filmakademie sowie Mitglied der Akademie der Künste Berlin und der Europäischen Filmakademie.