Highlights im Herbst

September und Oktober im Pierre Boulez Saal

Mit diesen Höhepunkten startet der Pierre Boulez Saal in seine fünfte Spielzeit – sichern Sie sich jetzt ihre Karten für September und Oktober! 

Edward W. Said Days 2021

Culture & Power

Edward W. Said Days

Die Klavier-Reihe

Seit Mozart hat es kaum einen großen Komponisten gegeben, der nicht Klavier gespielt oder dafür geschrieben hätte, und bis heute dominiert das Instrument in seiner modernen Form viele Bereiche des Konzertlebens. In der Saison 2021/21 interpretieren herausragende Pianistinnen und Pianisten im Pierre Boulez Saal nicht nur berühmte Meisterwerke des Klavierrepertoires, sondern auch neue und neueste Kompositionen und zeigen so Wege von der Vergangenheit in die Zukunft auf.

Im Klavierduo eröffnen Martha Argerich und Daniel Barenboim die neue Spielzeit und damit auch die diesjährige Klavier-Reihe – im Zentrum des Programms steht die Uraufführung von Philippe Manourys Das wohlpräparierte Klavier. In den folgenden Konzerten im September und Oktober sind Elisabeth Leonskaja, Yulianna Avdeeva und Denis Kozhukhin zu erleben.

Arabische & Persische Musik

Daniel Barenboim hatte von Anfang an die Vision, dass der Pierre Boulez Saal „eine Heimat für arabische und persische Musik in Europa“ sein sollte. Mit einer Mischung aus traditionellen Maqamat sowie spanisch-arabischer und improvisierter Musik stellt sich das palästinensische Oud-Ensemble Le Trio Joubran im ersten Quartal der Saison dem Publikum vor. Die syrische Sängerin und Oud-Spielerin Waed Bouhassoun, bereits in früheren Jahren im Pierre Boulez Saal zu Gast, ist gemeinsam mit dem Ney-Virtuosen Moslem Rahal zu erleben. Komponist Sohrab Pournazeri und Sängerin Sahar Boroujerdi, beide aus dem Iran stammend, eröffnen mit ihrem Ensemble eine mehrteilige Konzertreihe, die eine Sonderausstellung des Museums für Islamische Kunst Berlin begleitet. In einem Konzert für Kinder und Erwachsene begeben sich Blockflötenvirtuose Stefan Temmingh und Oud-Spieler Bakr Khleifi mit einer Auswahl von Volksliedern auf eine musikalische Reise durch verschiedene Kulturen.

Jazz & Improvisierte Musik

Eine wichtige Regel im Jazz und in improvisierter Musik unterschiedlichster Traditionen ist, dass es nur wenige feste Regeln gibt. Jeder musikalische Augenblick wird zur Diskussion gestellt – in Dialogen, die Musikerinnen und Musiker über das Unvorhergesehene zum Unerhörten führen. Dieses grenzenlose Miteinander von schöpferischen Momenten bildet auch in der Spielzeit 2021/22 einen wichtigen Schwerpunkt im Pierre Boulez Saal.

Wie unterschiedlich sich dabei der Gedankenaustausch zwischen Künstlerinnen und Künstlern gestalten kann, zeigt sich bereits im ersten Quartal der Saison. Das Klavierduo Kris Davis und Craig Taborn sowie Klarinettist François Houle sind nicht nur in jeweils zwei verschiedenen musikalischen Formationen zu hören, sondern präsentieren außerdem Programme, in denen die Musik in eine Wechselwirkung mit anderen Kunstformen tritt.

Die Quartett-Reihe

Eine vielseitige Auswahl an Streichquartettliteratur wird auch in der Spielzeit 2021/22 die elliptische Form des Pierre Boulez Saals umkreisen, in der die Verschränkung von Tradition und Innovation, das Bleibende in der Veränderung dank der räumlichen Intimität besonders erfahrbar wird.

Das Streichquartett der Staatskapelle Berlin gestaltet einen Zyklus mit sämtlichen Quartetten Arnold Schönbergs, während sich das Hagen Quartett dem monumentalen Kosmos der 15 Streichquartette von Schostakowitsch widmet. Im September und Oktober erklingen zunächst die frühen Werke im Quartettschaffen beider Komponisten. Musik von Haydn, Mozart, Ligeti und Salina Fisher interpretiert das Marmen Quartet anlässlich seines Debüts im Pierre Boulez Saal.

Save the Date!

Schubert-Woche

24. bis 30. Januar 2022

In mehr als 600 Liedern hat Franz Schubert nahezu alle Facetten menschlicher Emotionen musikalisch zum Leben erweckt. Seine unerschöpfliche Experimentierfreude und Gabe, „Gefühle in begrenzte, aber scharf ausgeprägte Konturen“ zu fassen, wie Franz Liszt über seinen Kollegen sagte, machten das Wort „Lied“ zu einem unübersetzbaren Ausdruck. Auch in dieser Saison ist dem Kosmos Schubert (und ausgewählten Werken seiner Zeitgenossen) eine ganze Woche im Januar gewidmet, in der namhafte ebenso wie junge Künstlerinnen und Künstler auf Einladung von Kurator Thomas Hampson in Konzerten und Workshops im Pierre Boulez Saal zusammenkommen.

Arabic Music Days

1. bis 5. März 2022

Die Arabic Music Days vereinen auch in der Saison 2021/22 Musik mit bildender Kunst, Poesie und Film. Kuratiert hat das erstmals auf fünf Tage erweiterte Programm wie in den Vorjahren der irakische Oud-Meister Naseer Shamma, der dem Pierre Boulez Saal seit der Eröffnung eng verbunden ist. Gemeinsam mit seinem Trio feiert er am 4. März 2022 das fünfjährige Bestehen des Saals mit einem musikalischen Programm, zu dem der Künstler Nja Al Mahdawi live Bilder entstehen lässt. Vier weitere herausragende Trios aus den Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas bestreiten die übrigen Konzerte. Im begleitenden Online-Programm sind eine Ausstellung mit Werken der bildenden Künstler Jabar Alwan und Nja Al Mahdawi sowie der für einen Oscar nominierte Film The Man Who Sold His Skin der tunesischen Regisseurin Kaouther Ben Hania zu erleben. Der omanische Lyriker Saif al-Rahbi liest eine Auswahl seiner Gedichte.